• 14.10.2016 17:18

    Kein einfaches Geschäft

    Gault Millau hat wieder Punkte verteilt und die 800 besten Restaurants in der Schweiz und in Liechtenstein in seinem Guide gelistet. Für Gastronomen eine wichtige Auszeichnung – gerade in Zeiten wie diesen.

    Gault Millau hat seinen «Reiseführer für Gourmets» veröffentlicht. Auch etliche Restaurants der Region sind darin wieder gelistet: Das Zentrum in Balzers, der Sonnenhof in Vaduz und der Schlüssel in Mels gehören beispielsweise dazu. Silvio Germann vom Igniv ist vom Gastroführer zudem zur «Entdeckung des Jahres» gekürt worden. Kein Wunder: Der Luzerner ist Küchenchef im «Igniv» in Bad Ragaz und hatte Andreas Caminada als Lehrmeister. Kein anderer Koch in der Schweiz hat höhere Auszeichnungen als er: 19 Punkte bei Gault Millau und drei Michelin-Sterne. Doch Caminada tritt mit seinem Restaurant in einer internationalen Liga an, in der Rentabilität eher die Ausnahme ist: Nicht selten hängen die meisten Drei-Sterne-Restaurants am Tropf eines gutgehenden Hotels. 
    Das weiss auch Ruben Brunhart vom Zentrum in Balzers. «In der gehobenen Küche sind die Personalkosten und der Wareneinsatz sehr hoch, viele haben daher Hotels oder Financiers im Rücken», erklärt Brunhart. Er ist bereits zum zweiten Mal im Guide von Gault Millau erwähnt: 13 Punkte hat er sich erkocht. Der Tester von Gault Millau lobt: Der Küche hat sich gesteigert, der Service sei kompetenter geworden. Auch wenn er sich durchaus für die gehobene Küche begeistert, kocht er im Zentrum doch lieber ganz ohne Chi-chi. «Ich will ursprünglich sein und es soll schmecken wie bei Mama daheim», erzählt er. Das Gault-Millau-Schild mit den 13 Punkten hängt er deswegen auch nicht an die Tür des Restaurants. (dws)

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