• 24.02.2021 08:30

    Covid-19 mit verheerenden Auswirkungen für die Völker Amazoniens

    Mit Ihrer Spende an WIR TEILEN tragen Sie dazu bei, dass Bedürftige mit Lebensmitteln und Schutzmasken versorgt werden können.

    Seit Monaten erlebt Bischof em. Erwin Kräutler in Brasilien eine der grössten Katastrophen hautnah mit. Das Corona Virus wütet nicht nur in den Städten und Dörfern Amazoniens. Es hat auch die Indigenen Völker erreicht. Die jetzige Regierung Brasiliens kümmert sich kaum um diese Menschen. Für Präsident Bolsonaro ist Amazonien vor allem ein wirtschaftliches Nutzgebiet. So schwächt er u. a. seit seinem Antritt die  Umweltbehörde, welche der Zerstörung des Regenwaldes Einhalt gebieten sollte.

    Das ermöglicht Goldgräbern, Holzfällern und Bergwerksgesellschaften immer weiter illegal in indigene Gebiete einzudringen. Sie zerstören die Lebensgrundlagen Tausender hilfloser Menschen und infizieren sie jetzt auch noch mit dem gefährlichen Virus. Scharfe Kritik der Regierung durch brasilianische Bischöfe Bischof Erwin Kräutler übte zusammen mit anderen brasilianischen Bischöfen bereits im vergangenen Jahr öffentlich scharfe Kritik am brasilianischen Präsidenten, weil er in der aktuellen Corona-Krise durch sein fahrlässiges, menschverachtendes Verhalten Zehntausende von Toten in Kauf nehme.

    Gesundheitsssystem in der Urwaldstadt Manaus kollabiert
    Erwin Kräutler hat im Januar 2021 erneut interimistisch den Vorsitz des kirchlichen Amazonas-Netzwerkes REPAM-Brasilien übernommen. In dieser Funktion rief er angesichts der ernsten Lage Mitte Januar zu sofortiger Hilfe im grössten brasilianischen Bundesstaat Amazonas auf.

    Sein Bericht über die Situation in der Stadt Manaus ist erschütternd: «Am 15. Januar dieses Jahres erreichte die Anzahl Beerdigungen mit 213 an einem Tag den Höchststand. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt. Viele Menschen sterben zu Hause ohne medizinische Hilfe. Aus Mangel an Sauerstoff muss das medizinische Personal in den Krankenhäusern passiv zusehen, wie Menschen unter schrecklichen Bedingungen sterben. Ich hörte, wie eine medizinische Fachkraft in einem Krankhaus weinte und ihre Verzweiflung über den Mangel an Sauerstoff zum Ausdruck brachte. Wir erleben täglich, wie unsere Schwestern und Brüder ersticken – ein schrecklicher Tod!», so Bischof Erwin.

    Die Hilfsdienste stehen vor grossen Herausforderungen, dies umso mehr als auch völlig mittellose, hungernde Familien aus Venezuela in die Region geflüchtet sind. Mit Ihrer Spende an WIR TEILEN tragen Sie dazu bei, dass Bedürftige mit Lebensmitteln und Schutzmasken versorgt werden können.

    www.wirteilen.li

    (pd)

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