• 24.10.2020 06:00 | von Dorothea Alber

    Unterstützung ist auf dem Weg

    Die Regierung verlängert Kurzarbeitsgeld und reaktiviert finanzielle Hilfe für Gastronomen.

    «Uns ist klar, dass wir die Gastronomie rasch unterstützen müssen», sagte Wirtschaftsminister Daniel Risch gestern. Aus diesem Grund wird die Regierung bestimmte Massnahmen aus dem Hilfspaket, das im Frühjahr geschnürt wurde, ab heute reaktivieren. Dazu gehört der Betriebskostenzuschuss, auf den alle Firmen zählen dürfen, welche Kurzarbeit anmelden müssen. Zudem wird die Hilfe für die Einzel- und Kleinst-
    unternehmen (UEK) reaktiviert, um den kleinen Betrieben unter die Arme zu greifen. Maximal 5000 Franken stehen in diesem Paket zur Verfügung, wobei sich dieser Betrag bei mitarbeiten-den Ehegatten oder Co-Geschäftsführern um 50 Prozent und damit bis zu maximal 7500 Franken erhöhen kann. Die Regierung will zudem die Kurz-
    arbeitsentschädigung bis zum Sommer 2021 verlängern und wird dies beim Landtag beantragen. Gastrobetriebe müssen diese nicht neu anmelden, sondern können einfach weiterhin ihre Abrechnungen einreichen. Zudem soll das Covid-19-Taggeld, das eigentlich nur bis Ende des Jahres gedacht war, bis zum Sommer 2021 verlängert werden. Daniel Risch kündigte zusätzlich eine Wirtschaftsunterstützung für Härtefälle im vierten Quartal des laufenden und in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 an. Eine Lösung werde zwar noch ausgearbeitet, die Regierung will sich dabei grundsätzlich an Art. 12 des Covid-Gesetzes der Schweiz orientieren, in dem die genauen Massnahmen ebenfalls noch nicht geregelt sind. Ein Detail steht bereits fest: Ein Härtefall liegt in der Schweiz vor, wenn der Jahresumsatz unter 60 Prozent des mehrjährigen Durchschnitts liegt. Die gesamte Vermögenssituation wird berücksichtigt. (dal)

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