• 17.10.2020 18:30 | von Dorothea Alber

    «Unsere Geschenke passen in jedes Milchfach»

    Die Gründer des Start-ups Petitpeu wollen Schenken einfach machen. So sieht ihre Geschäftsidee aus.

    Die Geschäftsidee hinter dem Start-up Petitpeu
    Wer jemandem unkompliziert eine Aufmerksamkeit zukommen lassen möchte, hatte in der Schweiz und Liechtenstein bisher zwei Möglichkeiten: eine Postkarte oder Blumen. Für Gründerin Stephanie Ospelt war das oft zu wenig oder zu unpersönlich. Daher hat sie einen kleinen Onlineshop aufgebaut. «Eine aus über 30 lokalen, fairen und handgemachten Aufmerksamkeiten wählen – von Turicum Gin bis Seedballs – online auswählen,  Karte designen und schreiben und ab die Post», erklärt Ospelt die Idee. 

    Die Gründer: Stephanie Ospelt und Tobias Zimmermann
    Diese Idee kam Stephanie Ospelt während eines Dilemmas: Im Dezember 2019 suchte sie für eine Person eine kleine Aufmerksamkeit, wurde jedoch online nicht fündig. Also beschloss sie, selbst eine Lösung für ihr Problem zu finden. Heute stehen hinter Petitpeu zwei Menschen: Stephanie Ospelt ist Eventmanagerin im Impact Hub Zürich und Tobias Zimmermann betreibt den Drucksalon am Lochergut mit. Sie haben sich zwar erst im Januar 2020 kennengelernt, wussten aber, dass Petitpeu gemeinsam umgesetzt werden wollte.

    Der Markt: Wen wollen die Gründer erreichen?
    In erster Linie setzen die Gründer auf Privatpersonen, die nach der Devise «ich habe an dich gedacht» eine kleine Aufmerksamkeit verschenken wollen – zum Beispiel zum Geburtstag. Aber auch B2B sieht Ospelt einen Markt. «Als individualisierbares Kunden- oder Mitarbeitergeschenk mit oder ohne Branding», erklärt sie. 

    Wie wird sich das Unternehmen finanzieren?
    Petitpeut ist laut Ospelt eine nicht allzu ressourcenintensive Idee, welche die Gründer selbst finanziert haben. Von Vorteil sei die Zusammenarbeit mit dem Drucksalon in Zürich, welcher Druck und Lager bereitstellt. 

    Wo sehen die Gründer das  Potenzial für ihr Start-up?
    «Petitpeu füllt eine Lücke im Schweizer und Liechtensteiner Markt – online und unkompliziert», ist Stephanie Ospelt überzeugt. Den Fokus setzt sie auf Qualität und Regionalität. Es gehe nicht darum, irgendwelche Geschenke zu platzieren, sondern das Schenken zu einem bewussten Akt zu machen und damit auch lokale Produzenten zu stärken. Das Sortiment wird laufend erweitert. Bald werden die Teemischungen «Self Care», «Calm me» und passend zur Jahreszeit «Immune Support», sowie Scrunchies und ein Baby-Aromaspray verkauft. «Wir sind ständig auf der Suche nach tollen Schweizer und Liechtensteiner Produkten, die sich gut als kleine Aufmerksamkeit versenden lassen», sagt sie. Die Box ist mit Absicht nur zehn mal zehn Zentimeter gross, damit es  bei einer kleinen Aufmerksamkeit bleibt und sie in jedes Milchfach passt.
    6 Wie will das Start-up die    Logistik stemmen?
    «Wir haben das Glück, dass Tobias den Drucksalon in Zürich mitleitet. Dieser hat sich erst vergrössert und hat somit genügend Platz, um sämtliche Aufmerksamkeiten und Verpackungsmaterialien zu lagern und schnell zu verschicken, da sie sowieso jeden Tag Druckereiaufträge per Post versenden müssen», sagt Ospelt. «Wir können deswegen ganz einfach die Karten direkt im Drucksalon ausdrucken und Tobias packt die ‹Böxli› anschliessend und versendet sie.» (dal)

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