• 22.10.2020 06:00 | von Julia Strauss

    Spatenstich für neues Dienstleistungsgebäude

    Fünf Ämter der Liechtensteiner Landesverwaltung finden ab 2024 im DLZ Giessen in Vaduz Platz.

    Der Spatenstich für den Neubau des Dienstleistungszentrums Giessen in Vaduz fand gestern in der bereits in vollem Gange stehenden Baustelle hinter der Marktplatzgarage statt.
    Nach Fertigstellung des Projektes in vier Jahren sollen in dem modernen Gebäude das Amt für Bau und Infrastruktur, das Ausländer- und Passamt, das Amt für Justiz, das Amt für Volkswirtschaft und das Schulamt Platz finden.

    Veränderung zu mehr Effizienz und Bürgernähe
    Momentan arbeiten in der Landesverwaltung rund 900 Personen in 38 Amtsstellen an 
    24 Standorten. Diese Inselbildung der Amtsstellen zieht viele Nachteile mit sich. Laut Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch bleiben so «Synergien ungenutzt, die Kosten für Betrieb und Instandhaltung der Gebäude sind beträchtlich und aufgrund der dezentralen Schalterstellen mangelt es teilweise an Kundenfreundlichkeit.» Mit der Grundsteinlegung des neuen Gebäudes wird eine Veränderung hin zu mehr Arbeitseffizienz und mehr Bürgernähe vorangetrieben. Das vorrangige Ziel ist laut Risch eine leistungsfähige Verwaltung bei gleichzeitiger Senkung der laufenden Ausgaben. Zu diesen zählen die Mietkosten für 15 angemietete Immobilien sowie Ausgaben für die gesamte Gebäudebewirtschaftung.
    Nicht nur die finanziellen Aspekte wurden in die Planung miteinbezogen, sondern auch die Anliegen der Mitarbeitenden. Deshalb hat die Regierung Nutzervertreter vonseiten der Landesverwaltung im Projektteam involviert. «So wird das Gebäude bestmöglich an die Wünsche und Arbeitsweise der Mitarbeitenden angepasst», erklärt Regierungschef Adrian Hasler.
    Auch für die Bevölkerung soll das neue Dienstleistungszentrum von grossem Vorteil sein. Behördengänge müssen nicht mehr in verschiedenen Gebäuden in Schaan und Vaduz erledigt werden, sondern konzentrieren sich nahezu an einem Ort. «Es ermöglicht zudem, dass die Qualität der Dienstleistung der Landesverwaltung verbessert und effizienter gestaltet werden kann», ergänzt Hasler. 

    Zwei Jahre intensive Arbeit hinter den Kulissen
    Nach der knapp zweijährigen Planungszeit konnten kleinere Vorarbeiten bereits im September in den Schulferien stattfinden, um die lärmempfindlichen Arbeiten während dieser Zeit voranzutreiben. Architekt Ivan Cavegn blickt mit Freude auf die angenehme, konstruktive wie auch kollegiale Zusammenarbeit zurück und freut sich auf die bevorstehende spannende Zeit, «wo das geplante und auf Papier vorhandene Projekt nun in die Realität umgesetzt wird.»
    Die gut 270 Mitarbeiter der betreffenden Amtsstellen erwarten bei Einzug lichtdurchflutete Bürozonen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Der zentrale Lichthof versorgt das Innere des Gebäudes mit Tageslicht und ermöglicht nutzungsübergreifende Sichtbezüge zwischen der Eingangszone und den Büroarbeitsplätzen in den drei Obergeschossen.
    Mit Wehmut denkt Regierungschef Hasler an die Eröffnung in vier Jahren, denn an dieser wird er nicht mehr in seiner heutigen Funktion als Regierungschef sprechen: «Es sind Projekte wie diese, die meinen Beruf ausmachen. Projekte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesverwaltung. Projekte für die Bevölkerung. Projekte für die Zukunft unseres Landes.»

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