• 25.02.2021 06:00 | von Oliver Beck

    Eine Lösung aus den eigenen Reihen

    Die Landesbank hat die Nachfolge von Roland Matt als Geschäftsführer der LLB-Gruppe geklärt. Gabriel Brenna übernimmt per 1. März.

    Gut einen Monat ist es her, dass die Liechtensteinische Landesbank den überraschenden Wechsel von Group CEO Roland Matt zur LGT Bank AG sowie dessen sofortiges Ausscheiden aus dem Unternehmen verkündete. Nun hat die LLB neuerlich eine Medienmitteilung versandt – dieses Mal, um über die erfolgreich abgeschlossene Suche nach Matts Nachfolger zu informieren. Gemäss einem Beschluss des Verwaltungsrats der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) AG wird die Stelle des Group CEO demnach per 1. März neu von Gabriel Brenna bekleidet – vorbehaltlich der Zustimmung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein. 

    Mit Brenna setzt die Landesbank auf eine Kraft, die öffentlich bislang wenig in Erscheinung getreten ist, sich intern aber über viele Jahre in leitender Funktion bewährt hat. Seit 2012 fungiert der schweizerisch-italienische Doppelbürger, der mit seiner Familie in Triesen lebt, als Leiter der Division Private Banking. Zudem gehört er sowohl der Gruppen- als auch der Geschäftsleitung des Unternehmens an. «Er hat während zwei Strategiephasen den Ausbau des Private-Banking-Geschäfts vorangetrieben und wesentlich zum Wachstum der LLB-Gruppe in den Heimmärkten Liechtenstein, Österreich und der Schweiz sowie in Zentral- und Osteuropa und im Nahen Osten beigetragen», schreibt das Unternehmen hinsichtlich seines bisherigen Wirkens. Komplettiert wird Brennas Leistungsnachweis durch laufende Mandate als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Liechtensteinischen Landesbank (Ös- terreich) AG sowie als Mitglied der Verwaltungsräte der LLB Asset Management AG und der Bank Linth LLB AG.

    Brenna will sich noch nicht öffentlich äussern
    Mit öffentlichen Aussagen will sich der neue Gruppenleiter in den kommenden Tagen noch zurückhalten, wie die LLB gestern auf eine Anfrage des «Vaterlands» hin erklärte. Dafür kommt in der Medienmitteilung Gabriela Nagel-Jungo, Vize-Verwaltungspräsidentin der LLB-Gruppe zu Wort. «Der Verwaltungsrat freut sich, mit Gabriel Brenna eine starke Führungspersönlichkeit aus den eigenen Reihen als Group CEO ernennen zu können, welche die LLB-Gruppe und ihre erfolgreiche Entwicklung aus langjähriger Erfahrung kennt und mitgeprägt hat», wird sie dort zitiert. Brenna habe in den vergangenen Jahren seine strategischen Stärken und seine Kundenorientierung unter Beweis gestellt und werde das Geschäftsmodell des Unternehmens mit grosser Motivation in die Zukunft tragen.

    Vor seinem Einstieg bei der LLB im Jahr 2012 war der 1973 geborene Brenna acht Jahre lang in verschiedenen Positionen für das Beratungsunternehmen McKinsey & Company tätig, zuletzt als Partner und Leiter der Schweizer Private Banking und Risk Management Practice. Seine universitäre Ausbildung absolvierte der designierte Group CEO an der ETH Lausanne, an der Carnegie Mellon University und der Stanford University in den USA sowie an der ETH Zürich, wo er 2004 auch promovierte.

    Interimsgruppenleiter Müller bleibt Stellvertreter
    Seine bisherige Funktion als Leiter der Division Private Banking wird Brenna laut Angaben des Instituts weiter ausfüllen, bis eine Nachfolgeregelung gefunden ist. Urs Müller, der die LLB-Gruppe nach dem Ausscheiden von Roland Matt interimistisch leitete, wird weiterhin als stellvertretender Group CEO fungieren und sich künftig wieder vollends der Führung der Division Privat- und Firmenkunden sowie seinem Mandat als VR-Präsident der Bank Linth widmen.

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