• 16.10.2020 17:46 | von Dorothea Alber

    Coronakrise: So viele Pakete wie noch nie zugestellt

    Mehr Aufträge in der Coronazeit dürften für die Liechtensteinische Post ein weiteres Rekordjahr in der Paketzustellung bedeuten.

    Mehr Aufträge bei den Paketzustellungen im ersten halben Jahr und Rekordmengen im April: So lässt sich das erste Halbjahr der Liechtensteinischen Post zusammenfassen. «Wir verzeichnen ein kumuliertes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von rund 20 Prozent», so Mediensprecher Wolfgang Strunk. Den Höhepunkt erlebte die Post im Monat April, als es zu den Grenzschliessungen zu Österreich und Deutschland kam. Einkaufstouristen durften des Einkaufens wegen die Grenze nicht passieren oder mussten mit Bussen rechnen, falls sie es doch taten. Das hohe Paketvolumen zu stemmen, war nur durch zusätzliche Personalressourcen möglich. «Aufgrund der Inbetriebnahme des regionalen Paketzentrums in Untervaz Mitte Oktober 2020 werden wir zudem die Paketzustellung noch einmal gezielt verstärken und die Prozessabläufe weiter optimieren», sagt Strunk. Das Zustellvolumen in der Abendzustellung im Gebiet Ruggell und Sennwald bis Balzers und Wartau konnte nicht mehr derart gesteigert werden wie in den Jahren davor und lag damit unter den Erwartungen. Der Hauptgrund war, dass die Anbieter ihre Kapazitäten nicht rasch genug erweitern konnten, was zum Teil zu über 10 Tage Wartezeit auf Bestellungen führte und die Kunden dadurch andere Angebote genutzt haben.

    Das Paketvolumen steigerte sich zwar, doch es gab in anderen Bereichen Einbussen. «So mussten wir einen akzentuierten Rückgang im Briefvolumen im Vergleich zum Vorjahr von kumuliert rund 7,5 Prozent verzeichnen». Wohl auch deshalb setzt die Post auf neue Geschäftsideen. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seit sie ihre Buchungsplattform «SpediFux» lanciert hat. «Seitdem nutzen bereits viele Unternehmen in der Schweiz und auch vereinzelte Unternehmen aus Liechtenstein diese Dienstleistung, wobei der Fokus klar  auf den Zielmarkt Schweiz gerichtet ist», betont Strunk. Das Angebot sei von der Zielgruppe sehr schnell angenommen worden und verzeichnete bereits «tolle Erfolge». Mit «SpediFux» will die Post vom Brief bis zur Komplettladung die gesamte logistische Transportkette abdecken. Wie viel Nutzer der Service hat, konnte die Post auf Anfrage nicht sagen. 

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