• 14.10.2020 07:00 | von Philipp Kolb

    Zweimal Isolation im Hause Frick

    Für Yanik und Noah Frick waren die beiden NationsLeague-Spiele am Samstag gegen Gibraltar und gestern gegen San Marino der blanke Horror. Beide fühlen sich kerngesund und sind wegen Corona in Isolation.

    Yanik Frick wurde zweimal positiv getestet. Unerklärlich ist für ihn und auch für die Ärzte immer noch, wo er sich angesteckt hat. Am Montag war sein Test negativ, am Donnerstag dann positiv und auch der Test am Freitag zur Sicherheit war positiv. Da die Nationalspieler bei Länderspielen komplett abgeschirmt sind und sich an Maskentragen und dergleichen halten, ist es ein Rätsel, wo sich Frick angesteckt hat.

    Sympthome habe er absolut keine. «Nichts. Kein Fieber, kein Husten, kein Kopfweh. Ich fühle mich fit und könnte spielen, aber darf nicht wegen der Ansteckungsgefahr für die anderen», erklärt Yanik Frick. Zu Hause hat er das Glück, in einer Art eigenen Wohnung zu leben. Noch härter trifft es seinen jüngeren Bruder Noah Frick, der trotz negativem Tests nur darum, weil er in Luxemburg im gleichen Zimmer wie Yanik Frick war, ebenfalls isoliert sein muss. Er verbringt die Zeit bis Sonntag in seinem Zimmer. Beide waren somit gezwungen, die Länderspiele am TV zu verfolgen, dabei hätten sie viel lieber der Mannschaft geholfen.

    Mit Face-Time zusammen schauen
    Die heutige Technik macht es möglich, dass die beiden Frick-Brüder die gestrige Partie dennoch zusammen schauen konnten. «Schon gegen Gibraltar waren wir über den ganzen Match mit Face-Time zusammengeschaltet», blickt Yanik Frick zurück. Er sei nervös gewesen beim Spiel, obschon er nicht habe eingreifen können. Liechtenstein habe gut gespielt, einfach die Chancenverwertung sei schlecht gewesen. «Simon Kühne, der auf meiner Position spielte, hat seine Sache sehr gut gemacht», so Frick weiter.

    Für das heutige Duell gegen San Marino tippte er vor dem Spiel auf einen Heimsieg. So ärgerlich die Situation für Yanik Frick im Moment ist – es gibt auch Positives zu berichten. Der ältere Sohn von Mario Frick hat vor Kurzem bei Energie Cottbus für zwei Jahre unterschrieben. Am Montag oder Dienstag wird er erstmals bei seinem neuen Verein sein, vorausgesetzt der nächste Coronatest ist negativ. Erste Kontakte mit dem Verein aus der Regionalliga gab es bereits vor einem Monat. «Energie Cottbus ist ein grosser Traditionsverein. Sie wollen unbedingt wieder den Aufstieg in die dritte Bundesliga schaffen und haben grosses Interesse an mir gezeigt. Sehr positiv finde ich auch, dass sie sehr viele Fans haben», sagt Yanik Frick.

    Für ihn sei es sehr wichtig, wieder bei einem Verein untergebracht zu sein. «Ich brauche Spielpraxis. Man hat in Luxemburg gesehen, dass es nicht für 90 Minuten reicht. Gerade für die Nati ist mir das auch wieder sehr wichtig.» 

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