• 02.03.2021 19:28 | von Philipp Kolb

    Zum zweiten Mal zurück auf Start

    Déjà-vu bei den Volleyballerinnen des VBC Galina. Schon wieder wird die Meisterschaft vorzeitig abgebrochen.

    Überrascht war niemand beim VBC Galina vom Entscheid am Samstag: Swiss Volley hat die laufende Meisterschaft in der Ersten Liga wie schon vor einem Jahr wegen der Spielverbote und der Coronaregeln komplett abgebrochen. Es wird keinen Meister, Aufsteiger und Absteiger geben. Damit verbleibt das Liechtensteiner Team in der Ersten Liga. «Ganz ehrlich habe ich nicht verstanden, dass so lange gewartet wurde. Die Tendenzen waren schon länger klar und eine Weiterführung der Meisterschaft hat gar keinen Sinn ergeben», erklärt Nati- und Galina-Trai­ner Detlev Schönberg. Nun hat man die Gewissheit und kann weiter planen. 

    Option «Hinrundenspiele durchführen» fällt weg
    Seine Volleyballerinnen waren zunächst doch etwas enttäuscht, aber wie erwähnt, hat man mit dem Entscheid gerechnet. Eine Option wäre auch gewesen, dass die ausstehenden sechs Spiele der Hinrunde noch ausgetragen werden. Die Galina Girls trainierten zwar mehrheitlich mit der Nationalmannschaft, doch war diese Option trotzdem nicht unbedingt beliebt. Mit dem Abbruch kann man sich nun ganz auf die neue Saison, die dann im Herbst startet, konzentrieren. Und für diese ist man sehr zuversichtlich. Mit Claudia Mündle und Sandra Kaiser werden zwei erfahrene Spielerinnen nach ihren Pausen zurückkehren, und beim Nachwuchs hat der VBC Galina zuletzt grosse Schritte gemacht. Im U19-Bereich dominierte man die vergangene Saison in der Region, schaffte es bis ins Finale, welches aber wegen Corona nicht mehr gespielt werden konnte.

    Corona ist eine grosse Belastung
    Spurlos sind die Coronabeschränkungen, Verbote und Regeln nicht an den Spielerinnen vorbeigegangen. Das bestätigt Schönberg: «Mental war das Ganze eine starke Belastung. Man merkt es beim Trainingsniveau und bei der Konzentra­tionsfähigkeit. Auf der anderen Seite sind die Spielerinnen begeistert, dass sie trainieren und sich sehen dürfen.» Möglich ist dies für Leistungssportler, die der Nationalmannschaft oder auch der Sportschule angehören. Trainiert wird im Mühleholz, und weil sonst viele Sportler zuletzt nicht trainieren durften, hatten die Volleyballerinnen die Dreifachturnhalle für sich allein und damit viel Platz. Allgemein habe man stark auf die Schutzkonzepte geschaut. «Bei Verdachtsmomenten haben wir das Training ausgesetzt oder Tests gemacht. Wir haben unser abgestimmtes Schutzkonzept gewissenhaft durchgezogen – mit Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen der Halle und beim Aufwärmen», so Schönberg. Wohl auch darum gab es bis jetzt keinen positiven Fall innerhalb des Teams.  Schönberg hofft nun, dass aufgrund der lockeren Bestimmungen in der Schweiz, was Kinder und Jugendliche angeht, wenigstens die Nachwuchsmeisterschaften zu Ende gespielt werden können. 

    Geteilt: x