• 22.01.2021 06:00 | von Ruben Bucher

    Vier Liechtensteiner an der Junioren-WM

    Der LSV selektioniert vier Athleten für die Langlauf-Junioren-WM, die vom 9. bis zum 14. Februar im finnischen Vuokatti stattfindet.

    Das Liechtensteiner Langlaufteam sorgte in diesem Winter bereits mehrfach für Schlagzeilen. Die grosse Entwicklung, welche die fünf Athleten unter LSV-Cheftrainer Bärti Manhart in den letzten Jahren gemacht haben, spiegelt sich nun auch in den Resultaten wider. Vor der Schweizer Konkurrenz müssen sich Robin Frommelt, Nina Riedener und Co. mittlerweile nicht mehr verstecken. Das bewiesen die LSV-Athleten zuletzt auch an den Schweizer Meisterschaften in Sedrun, wo gleich vier Top-Ten-Rangierungen herausgelaufen wurden. Gestern gab es den verdienten Lohn für die guten Leistungen in diesem Winter. Der Liechtensteinische Skiverband (LSV) selektioniert nämlich Nina Riedener, Micha Büchel, Robin und Tobias Frommelt für die Junioren- und U23-Weltmeisterschaften in Vuokatti (Fin).

    Riedener auch für den Sprint selektioniert 
    Bei der Selektion schaute die dafür zuständige Kommission des LSV, bestehend aus Präsident Alexander Ospelt, Chef nordisch Thomas Brunhart und Cheftrainer Bärti Manhart, auf die FIS-Punkte-Resultate aus diesem Winter. Bei den Damen, wo Annalena Schocher und Nina Riedener seit diesem Winter in der U23-Kategorie starten, waren für die Distanzrennen ein FIS-Punkte-Resultat unter 120 oder zwei unter 150 Punkten nötig. «Nina Riedener konnte die Selektion in Sedrun über 10 Kilometer klassisch mit guten 54,83 Punkten erreichen. Weiter hat sie in Sedrun und in Campra zweimal unter 100 FIS-Punkten die Selektion deutlich untermauert», schreibt der LSV in seiner Medienmitteilung. Annalena Schocher konnte die vorgegebenen Selektionskriterien nicht erfüllen. Ihr bestes Punkteresultat lag bei 140,96. «Obwohl Annalena Schocher die Selektionsrichtlinien nicht erreicht hat, sind dennoch deutliche Fortschritte und eine Leistungssteigerung ersichtlich», hält die Selektionskommission fest.

    Im Sprint war ein FIS-Punkte-Resultat von unter 180 oder zwei Resultate unter 200 gefragt. Dies erreichten beide LSV-Athletinnen nicht. Und so wird Nina Riedener die einzige Liechtensteinerin sein, welche den LSV in Finnland vertreten wird. «Für die WM in Vuokatti  schlage ich Nina Riedener für das Distanzrennen über 10 Kilometer Freistil vor. Zudem soll sie auch im Sprintrennen an den Start gehen, auch wenn sie  die Selektion dafür nicht erreicht hat. Aber wegen der coronabedingt frühen Anreise wird sonst die Wartezeit ohne Rennen aus meiner Sicht zu lange», wird Cheftrainer Bärti Manhart in der Medienmitteilung zitiert.

    Volles Programm für Robin Frommelt
    Bei den U20-Herren war für die Selektion für die Distanzrennen ein FIS-Punkte-Resultat von unter 150 und zwei Resultate unter 200 Punkten gefragt. Im Sprint benötigte man für die Selektion ein Resultat unter 200 oder zwei Resultate unter 220 Punkten. Robin Frommelt konnte die gefragten Normen in allen Disziplinen erfüllen. «Er hat an allen Distanzrennen die geforderten 150 FIS-Punkte zum Teil deutlich unterboten. Das beste Resultat sind die 57,17 Punkte bei der SM in Sedrun.  Im Sprint konnte er die geforderten FIS-Punkte ebenfalls erreichen. Beim Swiss-Cup in Campra konnte er im Prolog gute 174,48 Punkte erreichen.» Neben Robin Frommelt wer­den auch sein Zwillingsbruder Tobias und Micha Büchel in Finnland dabei sein. «Tobias Frommelt hat im Verfolgungsrennen in Sedrun die geforderten 150 FIS-Punkte mit 121,99 Punkte deutlich unterboten. Micha Büchel hat mit fünf Resultaten unter 150 FIS-Punkte eine Selektion für die Distanzrennen deutlich erreicht. Seine besten Resultate hatte er am SM-Wochenende in Sedrun. Mit 85,07 und 98,37 Punkten erreichte er persönliche Bestwerte», so die Ausführungen des LSV.

    Da Robin Frommelt als einziger LSV-Athlet die Kriterien sowohl in den Distanzrennen, als auch im Sprint erfüllt hat, wird er in Vuokatti als einziger alle drei Rennen bestreiten. «Robin hat alle Selektionsrichtlinien erreicht. Er wird somit im Sprint, in Einzelrennen und im Massenstart an den Start gehen können», so Bärti Manhart. Micha Büchel wird die beiden Distanzrennen über 10 Kilometer Freistil und 30 Kilometer klassisch absolvieren und Tobias Frommelt darf im Sprint und im Massenstart-Rennen an den Start gehen. «Tobias Frommelt soll neben dem Massenstart-Rennen auch den Sprint laufen.  Dies aus dem gleichen Grund wie bei Nina Riedener. Für das Einzelrennen über 10 Kilometer Freistil ist er aus meiner Sicht noch nicht bereit. Hier kann er Kräfte sparen und den Fokus auf das Massenstart-Rennen richten», erklärt der LSV-Cheftrainer.

    Geteilt: x
Langlaufen
Nina Riedener, Robin Frommelt, Micha Büchel und Tobias Frommelt werden Liechtenstein an der ...
Foto: Thomas Brunhart