• 17.10.2020 06:00 | von Ruben Bucher

    Vaduz will den ersten Saisonsieg

    Im vierten Spiel dieser Saison soll es heute Abend gegen Lugano endlich den ersten Sieg für den FCV geben.

    Ein Punkt aus drei Spielen – das ist die Bilanz des FC Vaduz in dieser Super-League-Saison. Was auf den ersten Blick nicht sehr berauschend aussieht, ist, wenn man die Gegner der Vaduzer betrachtet, ein anständiger Start für einen Aufsteiger. Mit Basel, St. Gallen und den Young Boys hatte der FCV nämlich das schwierigste Startprogramm aller Super-League-Klubs. Und der Aufsteiger machte seine Sache gut – nach dem Punktgewinn in Basel resultierten gegen den Vizemeister und den Meister zwei knappe 0:1-Niederlagen. Und daher ist es eher etwas ärgerlich, dass man in Vaduz mit «nur» einem Punkt in die Nationalmannschaftspause gehen musste. «Ich wäre lieber mit einem Punkt aus Bern in diese Pause gegangen», hielt ein gut gelaunter Mario Frick an der gestrigen Pressekonferenz fest.

    Sutter verlängert beim FCV vorzeitig bis 2023
    Während der Nationalmannschaftspause legte man beim FC Vaduz den Fokus vor allem auf die Offensive. Denn diese war in dieser Saison noch etwas das Sorgenkind des Aufsteigers. Gegen den FC Basel gelangen zwar zwei Tore – eines nach einem Torhüter-Fehler und eines nach einer Standardsituation – doch anschliessend jubelten die Vaduzer Stürmer weder gegen St. Gallen noch gegen YB. «Wir haben uns auf unsere Offensive konzentriert und auch im Testspiel gegen Winterthur (0:4-Niederlage) einiges ausprobiert», erklärte Frick.

    Ein wichtiger Baustein in der Offensivabteilung von Mario Frick ist Stürmer Manuel Sutter. Der 29-Jährige war letzte Saison einer der Topscorer des FCV und damit massgeblich am Aufstieg in die Super League beteiligt. Dies dankt ihm der Verein nun damit, dass man seinen Vertrag beim FCV vorzeitig um zwei Jahre bis Sommer 2023 verlängerte. «Sutti ist ein sehr wichtiger Spieler in unserem Team. Mit seiner Schnelligkeit und seinem unermüdlichen Einsatz ist er extrem wertvoll für die Mannschaft und ein absoluter Teamplayer. Wir sind sehr froh, dass Sutti weitere zwei Jahre bei uns bleibt und den gemeinsamen Weg mit uns fortsetzt», so Sportchef Franz Burgmeier, und auch Trainer Frick war voll des Lobes für seinen Schützling. «Sutti und mich verbindet eine lange Geschichte. Wir haben damals beim FC St. Gallen zusammengespielt und als ich hier Trainer wurde, war es zusammen mit Franz mein Wunsch, ihn zum FCV zu holen. Er ist extrem reif geworden und damit ein wichtiges Vorbild für unsere jungen Spieler.»

    Frick will gegen Lugano etwas rotieren
    Und mit dem neuen Vertrag soll Manuel Sutter den FCV heute gegen Lugano nun zum ersten Saisonsieg schiessen. Dass dies aber alles andere als einfach wird, weiss auch Mario Frick. «Lugano ist eine extrem gut organisierte Mannschaft – vor allem in der Defensive. Sie spielen mit einem 5-3-2-System und können sehr gut umschalten. Ich erwarte nicht, dass sie uns mit einem hohen Pressing unter Druck setzten, sondern eher auf Fehler von uns lauern werden», blickt der FCV-Trainer voraus. Doch wie knackt man eine solch defensiv gute Mannschaft wie Lugano? «Die Basis ist auf jeden Fall die Defensive. Wir müssen hinten gut stehen, wie wir das in den letzten Spielen auch gemacht haben. Und dann gilt es, sich in der Offensive zu steigern, die Schnittstellen und Räume zu finden und diese zu nut­zen», verrät Frick.

    Positiv ist auf jeden Fall, dass beim FCV die Verletztenliste sehr kurz ist. Neben Ersatzgoalie Justin Ospelt (Corona), fehlen nur Mohamed Coulibaly und Maxi Göppel, welche beide noch angeschlagen sind. Zudem wird Neuzugang Linus Obexer, welcher gestern das erste Mal mit dem FCV trainieren konnte, ziemlich sicher auch nicht zu einem Einsatz gegen Lugano kommen. Frick will daher im Vergleich zu den letzten Spielen auch etwas rotieren. «Es ist gut möglich, dass wir morgen einige andere Namen in der Startformation sehen werden», sagte Frick und fügte mit einem Lächeln an: «Namen verrate ich aber wie immer keine im Voraus.»

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