• 01.03.2021 06:00 | von Philipp Kolb

    Topresultate am Swiss-Cup

    Liechtensteins Langläufer überzeugten mit Top-Ten-Rängen in Realp. Robin Frommelt lief gar aufs Podest.

    Starke Leistungen der Liechtensteiner Langläufer am Swiss-Cup in Realp: Robin Frommelt lief am Samstag bei den Herren U20 als Zweiter auf das Podest und Micha Büchel klassierte sich als Vierter. Nina Riedener rundete mit ihrem 7. Rang bei den Damen das tolle Mannschaftsergebnis ab. Am Sonntag konnte das Team diese Leistungen aber nicht mehr bestätigen. Bei einer sehr harten und anspruchsvollen Streckenführung zeigte sich die Liechtensteiner Delegation am Samstagmorgen in Realp bei Andermatt von der besten Seite. Für die Damen standen beim Swiss-Cup 7,5 Kilometer und für die Herren 10 Kilometer in der Klassischen Technik auf dem Programm.

    Podest für Robin Frommelt

    Für das Ausrufezeichen im Team der Liechtensteiner sorgte dabei Robin Frommelt, der mit einer Energieleistung den zweiten Rang bei den Herren U20 erreichte und nur 9 Sekunden auf den deutschen Sieger Birger Hartmann verlor. Der Drittplatzierte und aktuelle Schweizer Meister der Herren U20 Antonin Savary verdrängte den Ruggeller Micha Büchel (4. Rang) um knapp 18 Sekunden vom Podest. Für die beiden LSV-Athleten bedeutet das bei 51 Startern die beste Platzierung im Swiss-Cup. Tobias Frommelt (27.) und Flavio Durrer (33.) rundeten das tolle Ergebnis der Liechtensteiner an diesem Samstag ab. Zudem sorgte Nina Riedener als Siebte im Damenrennen für ein weiteres Highlight im LSV-Team. Auch Annalena Schocher (26.) scheint nach ihrer langen Verletzungszeit wieder den Anschluss zu finden und zeigte ein sehr ambitioniertes Rennen im stark besetzten Damenfeld. Bei der Triesnerin ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar.

    Am Samstag top, am Sonntag dann mehr Frust

    Beim folgenden Skatingrennen am Sonntagmorgen über 15 Kilometer hatte das Team von Bärti Manhart aber nichts mehr mit der Entscheidung zu tun und konnte die Vorgabe der Resultatbestätigung nicht erfüllen. Alle vier U-20 Herren fanden nie richtig in dieses Einzelstartrennen hinein und be- kundeten Mühe, das hohe Tempo der Spitze mitzugehen. So klassierten sich Robin Frommelt (14.), Micha Büchel (23.), Tobias Frommelt (37.) und Flavio Durrer (43.) doch um einige Ränge weiter hinten und nur Annalena Schocher (27.) konnte die Leistung vom Vortag bestätigen. Dennoch zeigte das vergangene Wochenende, dass das nordische Kader auf dem richtigen Weg ist und mit den Topläufern der Schweiz mitlaufen kann. Nun gilt es, die Konstanz in den nächsten Rennen zu finden. 

    WM-Teilnahme in Oberstdorf

    Nina Riedener stand am Sonntag nicht mehr im Einsatz. Sie war bereits am Vorabend nach Oberstdorf (De) abgereist, wo sie bei den nordischen Skiweltmeisterschaften an den Start gehen wird. Diese Selektion sei bereits im Januar geplant gewesen – auch als Motivationsspritze für die Liechtensteinerin, wie ihre mitgereiste Trainerin Karoline Moen Guidon erklärt. Nina Riedener wird am Dienstag über 10 km Skating und am Samstag über 30 km Klassisch am Start stehen. Für die junge Athletin ist es die erste WM bei den «Grossen». Natürlich ist alles ein paar Nummern grösser als bei einer Junioren-WM. Dies konnte Nina Riedener gestern mit eigenen Augen sehen und erfahren. Trainerin Moen Guidon und Athletin Riedener besuchten die Qualifikation der Teambewerbe, wo die Schweizer Damen später Silber holten. Danach ging’s zum Training, um die Teile der Strecke kennenzulernen, die bereits geöffnet waren. Für Riedener geht es die nächste Woche vor allem darum, Erfahrungen an so einem grossen Wettkampf wie die WM zu sammeln. «Sie freut sich sehr auf die Rennen», erklärte ihre Trainerin gestern. (bugu/kop)

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