• 17.10.2020 06:00 | von Gary Kaufmann

    Nachwehen der Länderspiele

    Der USV Eschen/Mauren ist bezüglich Nationalspieler mehr betroffen als der FC Balzers. 

    Liechtensteins Nationalmannschaft absolvierte drei Länderspiele innert sechs Tagen, bei der U21 standen zwei Auswärtspartien auf dem Programm. So viele Einsätze hätten den Erstligisten nicht gerade geholfen, meint USV-Trainer Vito Troisio: «Die Rückkehrer können nicht alle gleich wieder voll belastet werden. Wir müssen bei ihnen dosieren, sprich rotieren.» Allerdings seien sowohl der LFV als auch die Vereine darum bemüht, die Kräfte so gut wie möglich zu verteilen, ist er überzeugt. 

    Nicht im Aufgebot für das heutige Heimspiel gegen Dietikon stehen deshalb – Stand gestern – Simon Kühne (Muskelverhärtung), Noah Frommelt (kuriert Schulterverletzung aus) und Daniel Kaufmann (angeschlagen). Bei Kühne, der sich vor dem letzten Länderspiel beim Aufwärmen verletzte, geht Troisio davon aus, dass er nächste Woche wieder zur Verfügung steht. Ausserdem fehlen Michael Scherrer (aktuell in Quarantäne wegen Kontakt zu einem positiven Covid-19-Fall), Noah Graber (nicht im Aufgebot), Stefan Sonderegger (verletzt) sowie Stammtorhüter Armando Majer (privat) – an seiner Stelle wird Bruder Claudio Majer den Kasten verteidigen. 

    «Unser nächster Gegner ist nicht so schlecht, wie er in der Tabelle steht (Anm. d. Red.: 13. Rang)», warnt Troisio vor Dietikon. So habe er ihr 0:0-Remis gegen Balzers gesehen, zuletzt konnten die Zürcher gleich zwei 3:1-Siege in Folge gegen den Tabellenführer Wettswil-Bonstetten (Cup) und Red Star ZH einfahren. Letzterer war Dietikons erster Sieg in der laufenden Meisterschaft. Auch der USV möchte unbedingt an seinen ersten Dreier vor der Länderspielpause anknüpfen: «Sie werden sicher mit einer breiteren Brust als sonst anreisen. Aber wir werden wie immer auf Sieg spielen. Weil wenn du diese Mannschaften schlägst, hast du ein Polster nach hinten.»

    Wohl zwei Rückkehrer nach Verletzung beim FC Balzers 
    Während im Unterland einige Nationalspieler ausfallen, sieht die Lage in Balzers entspannt aus. Seyhan Yildiz (A-Nati), Rafael Grünenfelder und Roman Spirig (beide U21), die alle Spiele bestritten, stiegen der Regeneration halber erst gestern ins Mannschaftstraining ein, sind aber durchaus Optionen für das heutige Spiel gegen Höngg. «Drei Tage sind genug Pause, um sich zu erholen», sagt FCB-Trainer Martin Brenner. Nach der Länderspielpause kehren voraussichtlich zwei Spieler von ihrer Verletzung zurück: «Ridvan Kardesoglu steht wahrscheinlich im Aufgebot der ersten Mannschaft. Bei Benjamin Vogt müssen wir schauen. Er hat nicht die ganze Woche trainiert, bekommt vielleicht Minuten mit der zweiten Mannschaft.» Weiterhin verletzt sind Raphael Auer, Marco Wolfin­ger, Dennis Demirci und Philippe Erne.  

    Mit Höngg, dem heutigen Gegner, hat Balzers angesichts der 5:1-Pleite vergangene Saison noch eine Rechnung offen. Brenner hat bei der jüngsten 4:1-Niederlage im Cupspiel gegen Wohlen ihre Stärken wie Schwächen analysiert. «Wir wissen, wie sie sich bei Ballbesitz und ohne positionieren, wie sie umschalten», betont Brenner. Wie immer ist ein klarer Matchplan vorhanden, ob er aufgeht, wird sich auswärts in Zürich zeigen. Einen Favoriten könne der FCB-Trainer keinen ausmachen. Ihm zufolge stehen die Chancen fifty-fifty. 

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