• 23.01.2021 06:00 | von Ruben Bucher

    Linggs Serie nach elf Podestplätzen in Folge gerissen

    Die 21-jährige Walliserin befindet sich derzeit in einer beneidenswerten Form. Doch gestern riss ihre Serie.

    Es ist eine beeindruckende Serie, die Charlotte Lingg in den letzten Wochen hinlegte. Elf Podestplätze in Serie, davon drei Siege in drei verschiedenen Disziplinen. Die 21-jährige Walliserin befindet sich derzeit in einer beneidenswerten Form. Doch gestern riss ihre Serie. Nachdem sie den ersten Super-G in Götschen (De) noch auf Rang drei beendete, resultierte im zweiten Super-G am Nachmittag nur Rang 28.

    Schritt zurück zur FIS-Stufe machte sich bezahlt
    Charlotte Lingg hat das Dutzend also nicht ganz voll bekommen. Dennoch kann sie auf eine beeindruckend erfolgreiche erste Saisonhälfte, nach ihrem Wechsel zum LSV, zurückschauen. Und das, obwohl der Start in diese Saison nicht wirklich erfolgreich verlief. Nach einigen guten Resultaten bei FIS-Rennen und einem kleinen Abstecher in den Weltcup startete sie Mitte Dezember in die Europacup-Saison. Doch bei vier Anläufen schaffte Lingg nie die Qualifikation für einen zweiten Lauf, und so entschied sie gemeinsam mit ihrem Trainerteam, dass man einen Schritt zurück auf FIS-Stufe macht, um dort mit guten Resultaten die FIS-Punkte senken und so im Europacup von tieferen Startnummern profitieren zu können. Und dieser Plan machte sich bezahlt. Noch vor Weihnachten fuhr Lingg bei einem FIS-Slalom in Oberjoch (De) auf den zweiten Rang und feierte so ihren ersten Podestplatz im LSV-Dress. «Ich war technisch einfach nicht da, wo ich sein wollte. Daher haben wir nach Weihnachten viel trainiert und sind wieder FIS-Rennen gefahren. Das Training hat mir sehr gutgetan und daher hatte ich wieder volles Vertrauen für die Rennen», blickt die Walliserin zurück.
    Seither stand Charlotte Lingg bei jedem Rennen, bei dem sie startete, auf dem Podest. Neben der beeindruckenden Serie von elf Podestplätzen in Folge gilt es aber auch festzuhalten, dass die 21-Jährige diese in drei verschiedenen Disziplinen einfuhr. Neben ihren beiden Paradedisziplinen Slalom und Riesenslalom überzeugte Lingg auch auf den langen Skiern und fuhr zuletzt drei Mal im Super-G aufs Podest. «Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinen Resultaten in den letzten Wochen. So viele Podestplätze hintereinander hatte ich bis jetzt, glaube ich, noch nie», meint Lingg, für die aber die FIS-Punkte, die sie senken konnte, fast noch wichtiger sind. «Ich bin wirklich froh, dass ich meine Riesenpunkte  senken konnte. Diese waren einfach zu hoch.»

    Lingg kehrt wieder in den Europacup zurück
    Charlotte Lingg sieht aber trotz der vielen guten Resultate der letzten Wochen immer noch viel Verbesserungspotenzial. «Ich bin sicher sehr zufrieden mit den letzten Wochen. Dennoch bin ich technisch noch nicht da, wo ich sein möchte. Aber es wird immer besser», sagt sie und fügt noch an: «Zudem fahre ich im Rennen leider noch nicht so gut wie im Training. Das möchte ich unbedingt noch ändern.»
    Am Montag kehrt Charlotte Lingg wieder zurück in den Europacup. In Zell am See (Ö) stehen Anfang nächster Woche zwei Slaloms an. Und da wird sich herausstellen, wie viel die elf FIS-Podestplätze wirklich wert sind. 

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