• 23.01.2021 06:00 | von Ruben Bucher

    Liechtensteiner überzeugen in St. Moritz

    An der Junioren-WM in St. Moritz fährt der Liechtensteiner Bob auf den 14. Schlussrang und belegt in der U23-Kategorie Rang vier.

    Am Mittwochabend wurde die Junioren-WM der Bobfahrer in St. Moritz offiziell eröffnet. Am Freiatag stand aus Liechtensteiner Sicht das erste Highlight an. Martin Kranz und Ralf Beck bestritten gestern ihren Wettkampf im Zweierbob. Und die beiden jungen Liechtensteiner zeigten eine ansprechende Leistung. Als letzter Bob im ersten Lauf, mit Startnummer 16, starteten die Liechtensteiner in diese Junioren-Weltmeisterschaft. Zwar startete der Liechtensteiner Schlitten mit 5,51 Sekunden klar am langsamsten, doch im Ziel reihten sich Kranz und Beck auf Zwischenrang 14 ein. Das lag vor allem an einer guten Fahrt im unteren Streckenteil. Dort machte Kranz auf viele Konkurrenten Zeit gut und konnte so den tschechischen und slowakischen Bob hinter sich lassen. Zudem waren bei Halbzeit die drei russischen Schlitten nur gerade drei bis vier Zehntelsekunden vor den Liechtensteinern.

    «Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden»
    Der zweite Lauf wurde dann in umgedrehter Ranglistenfolge gestartet. So konnten Kranz und Beck bereits als dritter Bob auf die Olympia-Strecke in St. Moritz. Mittlerweile hatte im Engadin aber der Schneefall wieder eingesetzt, was die Strecke deutlich langsamer machte und die Sicht der Piloten einschränkte. Dennoch zeigten die beiden Liechtensteiner wiederum eine solide Fahrt. Erneut büssten Kranz und Beck am Start viel Zeit ein, drehten aber, je länger die Fahrt dauerte, auf und verteidigten am Ende erfolgreich den 14. Schlussrang. In der U23-Wertung bedeutete dies der vierte Rang, bei fünf teilnehmenden Schlitten. 
    «Wir sind mit der Leistung sehr zufrieden. Wir sind happy, dass wir an unserer ersten Junioren-WM direkt den vierten Platz in der U23-Wertung mit nach Hause bringen dürfen», sagte Martin Kranz nach dem Rennen.

    1,15 Sekunden fehlen für den U23-Podestplatz
    Den Tagessieg in St. Moritz sicherte sich der deutsche Schlitten Hannighofer/Roeder vor den Schweizern Vogt/Michel. Rang drei und den Sieg in der U23-Kategorie sicherte sich der rumänische Bob Tentea/Daroczi. Der Liechtensteiner Schlit­ten verpasste das U23-Podest um 1,15 Sekunden. Ein relativ grosser Abstand, doch Martin Kranz schaut positiv nach vorne. «Wir sind noch ein junges Team und brauchen noch etwas Zeit, um uns zu entwickeln. Und dann werden wir auch die Russen schlagen», so der Liechtensteiner Pilot. 

    Katharina Eigenmann bestreitet am Samstag in St. Moritz den Skeleton-Wettbewerb.

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