• 26.10.2020 08:22 | von Gary Kaufmann

    Im fünften Anlauf schafft Galina den ersten Saisonsieg

    Zu Hause gegen Limmattal gewinnen die Galina-Girls nach fünf Sätzen mit 25:23, 20:25, 20:25, 25:18 und 15:10 (3:2).

    Durch das Tiebreak sind es zwar nur zwei statt drei Punkte, dennoch ist die Freude riesig. «In allen Sätzen haben sie Leidenschaft bewiesen und um jeden Ball gekämpft. Jetzt haben sie gesehen, dass sie damit auch einmal Spiele gewinnen können. Ich hoffe, dass sie das nicht so schnell wieder vergessen», grinste Trainer Detlev Schönberg nach dem ersten Saisonsieg mit der verjüngten Umbruchsmannschaft. «Wir machen kleine Schritte in die richtige Richtung. Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung in den letzten Wochen.»
    Im heimischen Resch entschied der VBC Galina gegen Limmattal den ersten Satz knapp für sich. Dann häuften sich in der Euphorie die Fehler, was zu einem Einbruch führte. Je vier, fünf Punkte wurden leichtsinnig vergeben, womit der zweite und dritte Satz an die Gäste ging. Anschliessend machten die Schaanerinen durch ein starkes Aufschlagspiel Druck, was sie auch in den entscheidenden Tiebreak zog. «Dort hatten wir am wenigsten Probleme», berichtet Schönberg. Im Gegensatz zu den vergangenen Auswärtsspielen stand dem Trainer dieses Mal der komplette Kader zur Verfügung. So auch die erfahrene Sandra Kaiser, welche als Libera den Vorzug gegenüber Nachwuchsspielerin Diana Oreskova erhielt. Gerade in der Ballannahme brachte sie eine deutliche Stabilität in das Spiel. Gleichzeitig konnte der VBC Galina dank der leeren Absenzenliste fleissig wechseln, um so Kräfte zu sparen.  

    Training für Spielerinnen wichtiger als Wettkämpfe
    Überschattet wurde der erste Saisonsieg von der Nachricht, dass die Regionalverbände ihren Meisterschaftsbetrieb vorerst für zwei bis drei Wochen eingestellt haben. Die Galina-Girls betrifft das vorerst noch nicht, weil sie in der ersten Liga auflaufen, in der es wie in der Profiliga NLA und NLB nach aktuellem Kenntnisstand weitergeht. Swiss Volley hat angekündigt, die Situation wöchentlich zu analysieren und entsprechende Massnahmen zu treffen. 
    Wie lange es mit den Spielen weitergeht, können die Galina-Girls nicht sagen. «In erster Linie sorge ich mich um meine Spielerinnen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Darunter zwei Mütter, die Kinder zu Hause haben», so Schönberg. Hierzulande hat er beim Trainingsbetrieb wenig Bedenken, da man bezüglich Schutzkonzept sowie behördlicher Vorgaben gut aufgestellt sei. Das Risiko sieht der Trainer mehr bei den Auswärtsspielen, da andere Regionen schwerer von der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Insofern würde er Verständnis zeigen, wenn Spielerinnen momentan lieber auf diese Reisen verzichten möchten. Schönberg hofft, dass dem Volleyball nicht erneut ein kompletter Shutdown widerfährt. Seit Abflachen der ersten Welle und der Rückkehr des Sports werde das gemeinsame Training seiner Meinung nach spürbar mehr wertgeschätzt: «Meine Mannschaft wäre froh, wenn sie weitertrainieren könnte, auch wenn die Spiele ausfallen. Die Meisterschaft ist im Moment zweitrangig. Nicht von der Bedeutung, aber von der persönlichen Gewichtung her.»

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