• 24.01.2021 00:00 | von Gary Kaufmann

    Der stärkste Gegner gastiert heute beim Tabellenschlusslicht Vaduz

    Vaduz / In der 15. Runde der Super League tritt Vaduz gegen die Young Boys an. Nach der 0:2-Niederlage in St. Gallen äusserte der FCV-Trainer Mario Frick ziemlich Kritik an seinen Spielern. Nun will er von ihnen gegen den Meister und Leader eine angemessene Reaktion sehen.

    Für das erste Heimspiel im neuen Jahr gibt es sicher angenehmere Gegner als die Berner, welche zuletzt dreimal in Folge die Meisterschaft gewannen und zurzeit mit acht Punkten Vorsprung die Tabelle anführen. Diese Woche nahm der Verein bei den SFL-Awards drei von fünf Auszeichnung entgegen – für den besten Spieler (Jean-Pierre Nsame), den besten Trainer (Gerry Seoane) sowie das schönste Tor (Nicolas Moumi Ngamaleu) des vergangenen Jahres. «Sie haben eine unglaubliche Physis und sind individuell in der Liga am stärksten besetzt. Darum wird der Meistertitel auch dieses Mal nur über YB führen», weiss Mario Frick. Seiner Mannschaft fehlen derweil sechs Punkte zum Barrageplatz. 

    Nur ein Sieg gelang Vaduz bisher seit dem Aufstieg. Gemäss Fricks Ambitionen sind sieben Punkte nach vierzehn Partien zu wenig, auch wenn immer noch mehr als die Hälfte der Meisterschaft zu spielen ist. «Ich habe keine Lust darauf, mit einer guten Stimmung abzusteigen», fordert der FCV-Trainer mehr Bissigkeit. Dass der Gegner YB heisst, lässt er als Ausrede nicht gelten. Wenn das Spiel heute um 16 Uhr im Rheinpark Stadion angepfiffen wird, will er sehen, dass «wir mehr auf Punkte angewiesen sind als der Meister». 

    FCV-Spieler glauben weiter an ihre Leistung

    Spieler Linus Obexer, der von seinem Heimatverein Young Boys nach Vaduz wechselte, bleibt auch in dieser angespannten Situation optimistisch: «Wir werden immer den Glauben daran behalten, dass wir gegen jeden Gegner drei Punkte holen können.» Bloss präsentiert der Leader derzeit kein Anzeichen einer Schwächephase. Sowohl in den drei Testspielen nach der Winterpause als auch beim Rückrundenstart in Lugano (2:0-Sieg) haben die Berner überzeugt. Für Frick steht im Vordergrund, dass man dem Favoriten heute «alles abverlangt».

    Aufseiten der Gäste wird Michel Aebischer (gesperrt), Christopher Martins, Esteban Petignat und Vincent Sierro (verletzt oder rekonvaleszent) fehlen. Fraglich ist der Einsatz von Aussenverteidiger Ulisses Garcia. Bei Vaduz stehen Fragezeichen hinter Denis Simani sowie Pius Dorn. Sicher nicht zur Verfügung stehen die verletzten Mohamed Coulibaly und Boris Prokopic. Neuzugang Elvin Ibrisimovic muss wegen physischer Rückstände weiterhin auf sein Debüt im FCV-Trikot warten.

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