• 24.02.2021 06:00 | von Ruben Bucher

    Der FCV will sich revanchieren

    Nach der 4:0-Pleite vor zehn Tagen empfängt der FC Vaduz heute den FC Luzern im Rheinpark Stadion.

    Seit dem Jahreswechsel ist der FC Vaduz hinter dem amtierenden Schweizermeister aus Bern das beste Team der Super League. Aus sieben Partien holte das Team von Mario Frick stattliche elf Punkte. Zehn dieser elf Punkte holte der FCV in seinen letzten fünf Spielen und musste dabei nur einmal als Verlierer vom Platz. Bei dieser einen Niederlage setzte es für den Aufsteiger aber gleich eine 4:0-Auswärtsklatsche beim FC Luzern ab, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

    Heute, zehn Tage nach dieser bitteren Niederlage, kommt es erneut zum Duell mit dem FC Luzern. Dies, da das Spiel Ende Januar aufgrund der coronabedingten Quarantäne des FC Luzern verschoben werden musste. Vor dem «Rückspiel» gegen Luzern meint FCV-Trainer Mario Frick: «Wir müssen morgen die Basics auf den Platz bringen. Denn Luzern ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft und technisch hervorragend. Daher ist es für uns wichtig, dass wir aggressiv und unangenehm sind.» Frick erwar­tet ein sehr taktisch geprägtes Spiel, das am Ende aufgrund kleiner Fehler entschieden wird.

    Eine der besten trifft auf die harmloseste Offensive der Liga

    Heute kommt mit dem FC Luzern eine der besten Offensiven der Liga nach Vaduz. Denn nicht nur seit dem Jahreswechsel, wo Luzern mit 14 Toren aus sieben Spielen auf Rang zwei liegt, sondern auch allgemein schiessen die Innerschweizer nach YB die meisten Tore in der Super League. Frick hat allerdings einen Plan, um die Luzerner Stürmer in Schach zu halten. «Ich denke, dass Luzern mit das beste Positionsspiel der Liga hat. Sie sind taktisch sehr gut und darum müssen wir unbedingt versuchen, das Zentrum für sie zu schliessen und ihnen wenig Räume zu geben», so Frick, der noch anfügt: «Wir müssen probieren, ihre Schwächen aufzudecken und ein ähnliches Spiel wie zuletzt gegen St. Gallen zeigen.»

    Im Gegensatz zu Luzern stellt der FCV die harmloseste Offensivabteilung der Liga. Nur gerade sieben Tore gelangen den Vaduzern seit dem Jahreswechsel – dennoch holte der FCV elf Punkte. Für die Tore war zuletzt aber oft Innenverteidiger Joel Schmied verantwortlich, der in den letzten vier Spielen vier der sechs Vaduzer Treffer schoss. Daher die Frage: hat der FC Vaduz ein Stürmerproblem? «Es nervt mich, dass das immer thematisiert wird, das die Stürmertore fehlen. Denn je mehr, dass man das hört, desto mehr wird es auch Thema in der Kabine. Und dann machen sich die Stürmer immer mehr Gedanken, daher möchte ich dieses Fass gar nicht erst öffnen», antwortet Frick und verweist auf die gute Punkteausbeute mit zehn Punkten aus den letzten fünf Partien.

    Ähnlich sieht es auch Stürmer Mohammed Coulibaly, der letzte Saison zusammen mit Manuel Sutter und Tunahan Cicek über 40 Tore erzielte. «Wir müssen ruhig bleiben. Wir spielen jetzt eine Liga höher als letzte Saison und haben ja trotzdem unsere Chancen. Ich bin sicher, irgendwann werden auch die Tore kommen», so Coulibaly, der mit seiner Erfahrung gerade auch den jungen Stürmern in dieser Situation helfen will. «Dejan (Djokic) kommt manchmal im Training zu mir und ich versuche ihm Tipps zu geben und so zu helfen.»

    Drei Schlüsselspieler fraglich für das Spiel gegen Luzern

    Aus dem Vollen schöpfen kann FCV-Trainer Mario Frick im heutigen Spiel gegen Luzern nicht. Linus Obexer fehlt wegen einer Gelbsperre, Boris Prokopic fällt mit einer Bänderverletzung im Knie zwei bis drei Wochen aus und Besart Bajrami muss aufgrund eines Nasenbeinbruchs für das Spiel gegen Luzern passen. Mehr Sorgen bereiten dürfte Mario Frick aber, dass mit Yannick Schmid, Dennis Simani und Sandro Wieser gleich drei Schlüsselspieler angeschlagen und darum fraglich für das heutige Spiel sind. Zur möglichen Startformation will Mario Frick aber wie immer nicht zu viel sagen. «Wir sind jetzt in einer Phase, wo wir auch jetzt schon nach vorne schauen. Am Sonntag spielen wir in Sion gegen einen direkten Konkurrenten, dann kommt am Mittwoch Lausanne und das spielt alles natürlich auch eine Rolle. Es ist sicher wichtig, dass wir wieder frische Kräfte reinbringen und daher wird es die eine oder andere Änderung in der Startformation geben.»

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