• 20.01.2021 07:00 | von Philipp Kolb

    Auftakt zur geplanten Aufholjagd

    Am heutigen Mittwoch um 18 Uhr bestreitet der FC Vaduz in St. Gallen seinen ersten Ernstkampf im Jahr 2021.

    Die Mini-Winterpause der Super League ist vorbei – zumindest für den FC Vaduz und den FC St. Gallen. Die beiden Mannschaften duellieren sich heute Abend um 18 Uhr in einem Nachtragsspiel – ordentlich hätte das Spiel bereits am 5. Dezember stattgefunden, der FC St. Gallen steckte damals aber in einer Coronaquarantäne. Danach haben alle Super-League-Vereine ihre 14 Partien der Herbstrunde abgeschlossen. Vaduz wird dabei entweder mit sechs, fünf oder drei Punkten Rückstand auf das zweitletzte Sion dastehen – je nachdem wie die heutige Partie ausgeht. Natürlich will man in den Reihen der Vaduzer gewinnen. Trainer Mario Frick dazu: «Es wäre sehr wichtig. Wir wären dann punktemässig auch zweistellig und der Rückstand wieder überschaubarer, respektive könnten wir so zu Luzern und Sion etwas aufschliessen.»

    Coulibaly, Prokopic und Simani fehlen verletzt

    In St. Gallen haben die Verantwortlichen gestern ganze Arbeit geleistet. Sehr viel Schnee wurde vom Spielfeld abgetragen. Gestern Mittag kam grünes Licht aus St. Gallen: «Die Partie findet definitiv statt», hiess es. Und an der ­Medienkonferenz in St. Gallen zeigte sich Trainer Peter Zeidler denn auch sehr dankbar darüber. Ihm fehlen heute die verletzten Abaz, Alves und Muheim. Fraglich sind Görtler, Guillemenot, Stergiou und Youan. Auf Vaduzer Seite fallen Coulibaly (Muskelfaserriss Wade), Prokopic (Muskelfaserriss Oberschenkel) und Simani (Bänderzerrung im Knie) verletzt aus. Pius Dorn ist zudem krankheitshalber abwesend. Neuzugang Elvin Ibrisimovic wird ebenfalls nicht zum Einsatz kommen. Aufgrund seiner Coronaquarantäne hat er noch einen zu grossen Trainingsrückstand. Frick dazu: «Ich möchte die Spieler auflaufen lassen, welche die ganze Vorbereitung durchgemacht haben.»

    Und die war nicht ohne – wie es gestern hiess. Es waren zehn strenge Tage, in denen viel physisch gearbeitet wurde. Taktisch habe man an den offensiven Abläufen gefeilt. «Bereits gegen St. Gallen wird es wichtig sein, dass wir defensiv gut stehen, aber dem Gegner im Umschaltspiel auch weh machen können und viele Torchancen kreieren», erklärt Frick.

    Bis Ende Mai finden noch 23 Spiele statt

    Der FC Vaduz steigt voll motiviert in die Frühjahrsrunde ein, wie Stürmer Manuel Sutter an der gestrigen Medienkonferenz erklärte: «Wir wollen den positiven Schwung vom 1:1 beim letzten Spiel gegen Servette mitnehmen, haben uns gut vorbereitet und die Stimmung im Team ist super. Wir wollen gegen St. Gallen einen Sieg einfahren.» Beim Gegner sieht man das natürlich anders. Peter Zeidler erklärt: «Wir haben grossen Respekt – in der Mannschaft, aber auch im ganzen Verein – vor dem FC Vaduz. Wir haben aber auch den Anspruch, gegen sie gewinnen zu wollen. Das muss unser Ziel sein.» Auch Mario Frick lobt: «St. Gallen gehört für mich mittlerweile in die Top 3 der Schweiz. Sie agieren mit intensivem Fussball und viel Pressing. Aber sie lassen bei Fehlern auch viel zu. Diese Räume müssen wir für uns nutzen.»

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