• 25.02.2021 06:00 | von Philipp Kolb

    Amateure können Rückrunde planen

    Mit den neuesten Coronalockerungen in der Schweiz, die der Bundesrat gestern für den 1. März beschlossen hat, erhalten die Fussballklubs im Amateurbereich endlich Perspektiven.

    Eine Planung der noch ausstehenden Partien bis zur Sommerpause ist nun wieder möglich. Die Schweiz hebt die Sportstätten-Verbote im Aussenbereich am 1. März auf. Trainings sind allerdings nur zu fünft möglich – in Liechtenstein zu zehnt. Dennoch kann jetzt endlich wieder einigermassen geplant werden. Bleibt die Coronasituation gleich und muss nicht wieder verschärft werden, planen der Schweizer Fussballverband (SFV) wie auch der Ostschweizer Fussballverband (OFV) den Re-Start in die Fussballsaison im Erwachsenenbereich für das Wochenende vom 17. und 18. April. Beide Verbände rechnen allerdings, dass der Bundesrat am 22. März weitere Lockerungen sprechen wird. Die Liechtensteiner Fussballklubs (1. bis 5. Liga) sind in die Schweizer Meisterschaft integriert und darum auf Lockerungen in der Schweiz angewiesen. Derzeit trainieren noch nicht alle Liechtensteiner Klubs. Die beiden Erstligisten Balzers und Eschen/Mauren sind allerdings bereits seit Wochen im Aufbautraining – bisher in Fünfergruppen, ab März dann in Zehnergruppen. In der Schweiz muss bis zum Re-Start auch das Wettkampfverbot im Amateurbereich noch fallen – in Liechtenstein gibt es kein solches.

    Bisherige Trainings waren gewöhnungsbedürftig
    Rückblickend auf das bisherige Training seit knapp einem Monat, freut man sich bei den Vereinen auf weitere Öffnungen. Vito Troisio, Trainer des USV Eschen/Mauren, erklärt: «Am Anfang war es etwas zäh. Wir mussten uns erst an Regeln wie die Fünferregel gewöhnen. Mittlerweile haben wir aber sehr gute Trainings». Beim USV trainieren derzeit elf Spieler – der Rest der Mannschaft (weitere elf Spieler) kann mit der Fussball-Nati ohne Einschränkungen trainieren. Dort gelten die Regeln des Spitzenfussballs. Troisio ist gespannt, was die Liga nun weiter plant, wenn wirklich am 17. April wieder gespielt werden kann. Er rechnet damit, dass mit englischen Wochen noch alle Spiele bis Ende Juni, Anfang Juli stattfinden könnten. Da aber auch noch Cupspiele und eine Länderspielpause (Liechtenstein spielt gegen die Schweiz und die Färöer) eingerechnet werden müssen, könnte es dennoch eng werden. Die Liga wird sich darüber Gedanken machen müssen. Eine Idee, die bereits diskutiert wird, gibt es bereits. So könnten die U21-Teams in der Liga vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden – da sie mit den Spitzensport-Regeln bereits seit Längerem trainieren dürfen und dadurch einen Vorteil haben. Der Ausschluss der U21-Teams würde auch mehr freie Spieldaten für die anderen Teams generieren.

    Die Junioren dürfen viel früher wieder spielen
    Schnell wird es jetzt bei der Meisterschaft der Junioren gehen. In der Schweiz können Kinder und Jugendliche neu bis 20 Jahre ab 1. März praktisch ohne Regeln Sport betreiben. In Liechtenstein gilt die Zehn-Personen-Regel. Da aber Liechtenstein kein Wettkampfverbot kennt, steht einer frühen Frühlingsrunde der Juniorenteams nichts mehr im Wege. Hier wird der Ostschweizer Fussballverband wohl in Kürze ein Konzept vorstellen. Angedacht war in der Schweiz erst eine Lockerung bis 18 Jahre. Nun wurde diese gestern auf 20 Jahre erhöht, womit auch die A-Junioren wieder spielen könnten.

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