• 13.10.2020 14:48 | von Philipp Kolb

    14-jähriger Schellenberger zeigt allen den Meister

    Der Schellenberger Sportschüler Marvin Schäpper (14) gewinnt auch beim Indoor-Rennen in Bern.

    Der erst 14-jährige Marvin Schäpper aus Schellenberg hat am Wochenende wieder zugeschlagen. Der Sportschüler dominiert die Swiss Drone League in dieser Saison nach Belieben und lässt dabei seine Gegner, die im Schnitt viel älter sind, links liegen. Schäpper führt in der Gesamtwertung mittlerweile mit 111 Punkten Vorsprung und der Schweizer Meistertitel ist ihm damit bereits vor dem Finale nicht mehr zu nehmen. Eigentlich wäre Schäpper damit auch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Letztes Jahr war der junge Sportler hier bereits dabei, doch in diesem Jahr ist sie wegen der Coronapandemie bereits abgesagt worden. Wie im letzten Jahr hätte die WM erneut in China stattgefunden.

    Dass Marvin Schäpper in den Wettbewerben jeweils mit Abstand der jüngste Teilnehmer ist, stört ihn nicht. Witzige Sprüche verkneifen sich die Kontrahenten, was wohl auch besser ist, denn auch in Bern hatten sie nicht den Hauch einer Chance. Schäpper flog überragende Zeiten und die Konkurrenz hatte das Nachsehen. «Das einzige, was mich die anderen fragen, ist, was ich mit all den Grills mache», lacht der Teenager. Bei jedem Rennen gewinnt der Sieger nämlich einen Gasgrill und Marvin Schäpper hat nun bereits deren drei gewonnen. Wenn Schäpper seine Dominanz wahren kann, wird vielleicht beim Saisonfinale anlässlich der WIR-Messe in Zürich Anfang November noch ein Grill dazukommen. Viel wichtiger sind dem Sportschüler aber die Punkte. Er möchte gerne auch das vierte Rennen der Saison gewinnen. «Ich habe es vor, aber es kann halt immer viel passieren», sagt der 14-Jährige. Mit dem Rennen in Zürich geht dann seine erfolgreiche Saison zu Ende. Eine Europameisterschaft gibt es in diesem noch jungen Sport noch nicht.

    Dann heisst es einfach wieder trainieren, sich verbessern und aufs nächste Jahr vorbereiten. Schäpper trainiert wenn es immer geht täglich am Simulator, aber auch Trainings im Freien stehen auf dem Programm. Meist macht er dies auf dem Modellflugplatz in Bendern, der Garten musste aber auch schon herhalten. Ansonsten gibt’s auch Trainingsplätze in der Schweiz, was aber immer mit grossem Aufwand verbunden ist.

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