• 26.10.2020 06:00 | von Julia Kaufmann

    Momentan keine Verschärfung in hiesigen Pflegeheimen geplant

    Die Zahl der Infizierten steigt beidseits des Rheins weiter an. Als Konsequenz hat St. Gallen neue Besuchsregeln beschlossen, die morgen in Kraft treten. In Liechtenstein wird die Situation derweil beobachtet.

    Am Wochenende sind in Liechtenstein 41 zusätzliche Coronafälle gemeldet worden. Davon 16 am Samstag und 0625 am Sonntag. Insgesamt verzeichnet das Land damit 365 laborbestätigte Fälle von Personen, die in Liechtenstein wohnhaft sind. Dies geht aus dem aktuellen Situationsbericht der Regierung hervor. Die Zahlen bezüglich der hospitalisierten Personen wurden indes nicht aktualisiert. Per Stand von Freitagabend befanden sich acht Erkrankte in Spitalpflege – davon musste eine Person auf der Intensivstation behandelt werden. 

    Während am Wochenende seitens der Liechtensteiner Regierung keine neuen Massnahmen erlassen wurden, hat der Nachbarkanton St. Gallen weitere Massnahmen beschlossen: Wegen der epidemiologischen Lage gelten in Alters- und Pflegeheimen ab morgen neue Regeln.

    Nur noch zwei Besucher pro Tag erlaubt
    Angesichts der steigenden Infektionszahlen hat der Kanton St. Gallen gestern eine neue Besuchsregelung für Betagten- und Pflegeheime erlassen. Ab morgen dürfen Bewohnerinnen und Bewohner dieser Einrichtungen pro Tag noch zwei Besucher empfangen. Diese müssen sich im Voraus anmelden und die neu erhöhten Schutzmassnahmen beachten. Die Zwei-Personen-Regel tritt allerdings dann ausser Kraft, wenn ein Bewohner beispielsweise im Sterben liegt. 

    Auf Anfrage bei Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini erklärt dieser, dass Liechtenstein bereits seit dem Frühjahr ein strenges Sicherheitskonzept in Pflegeheimen fahre – auch was die Besuche anbelangen würde. «Deshalb ist derzeit keine Verschärfung geplant. Wir müssen die Situation aber beobachten und laufend neu beurteilen», erklärt Pedrazzini weiter.

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