• 19.10.2020 07:55 | von Patrik Schädler

    Frauen und die über 50-Jährigen haben das Sagen 

    Bei der letzten Volksabstimmung am 30. August hatten erneut die 25- bis 34-Jährigen die tiefste Stimmbeteiligung. 

    Seit 2019 veröffentlicht die Regierungskanzlei jeweils nach Landtagswahlen, Gemeindewahlen sowie nach landesweiten Volksabstimmungen eine konsolidierte landesweite Statistik zur Wahl- oder Stimmbeteiligung nach Geschlecht und Altersklasse. Bei den Abstimmungen über die S-Bahn, die Verfassungsinitiative «HalbeHalbe» und die doppelte Staats­bürgerschaft lag die landesweite Stimmbeteiligung bei hohen 83,5 Prozent. 

    Die 30-Jährigen zum dritten Mal die «stimmfaulsten»
    Die Auswertung nach Geschlecht zeigt, dass die Frauen nicht nur den grösseren Teil der Stimmberechtigten stellen, sondern auch mehr an die Urne gehen als die Männer. Dieses Mal ist dieser Unterschied aber weniger stark ausgeprägt als bei der Abstimmung über das Landesspital und den Gemeindewahlen 2019. Auch bei den 25- bis 34-Jährigen zeigt sich ein identisches Muster: Sie sind zum dritten Mal hintereinander die «stimmfaulste» Altersklasse. Bei der Abstimmung am 30. August gingen aber immer 72,1 Prozent dieser Gruppe an die Urne. Bei den letzten Gemeindewahlen waren es nur 55,7 Prozent und bei der Abstimmung über das Landesspital 54,5 Prozent. Am stärksten von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten auch dieses Mal die über 50-Jährigen. Sie machen mit 51,7 Prozent auch die Mehrheit der Stimmberechtigten aus. Von dieser Altersklasse wurden am 30. August 54,7 Prozent der Stimmkarten abgegeben. Die Altersklassen unter 50 Jahren kamen nur auf 45,3 Prozent.

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