• 21.11.2020 06:00 | von Damian Becker

    «Aktives Wahlalter 16»: Die Petition läuft etwas harzig

    Die Junge Liste hat 800 Unterschriften für die Petition gesammelt. Sie möchte diese dem Landtag aber erst in der nächsten Periode übergeben.

    Die Petition zum «Aktiven Wahlalter 16» übergibt die Junge Liste (JL) dem Landtag erst in der nächsten Legislaturperiode, sagt Samuel Schurte von der JL auf Anfrage. Vorgestern nach der Nominationsveranstaltung der Freien Liste (FL) zählte die JL 800 gesammelte Unterschriften. Das Ergebnis ist für Schurte ernüchternd. Deswegen möchte die Junge Liste noch weiter auf Unterschriftenjagd gehen. Eine Petition ist formell nicht an eine Unterschriftenanzahl oder an eine Abgabefrist gebunden.

    Es klappte nicht so, wie sich das die JL vorstellte. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Personen von ihrem Anliegen zu überzeugen, mussten sie die Öffentlichkeitsarbeit beinahe komplett einstellen. Um zu unterschreiben, hatten Unterstützer die Unterschriftsbögen selbst auszudrucken. Daraufhin mussten sie diese bei der Freien Liste eigenhändig vorbeibringen. Die jungen Frauen und Männer, die hinter der Petition stehen, trafen sich auch nur noch virtuell. Laut Schurte verkomplizierte das die Situation. «Für eine gewisse Zeit verloren wir auch den kompletten Überblick über die gesammelten Unterschriften». Aufgrund dieser Umstände entschied sich die  JL, die Petition erst bei der nächsten Legislaturperiode einzureichen. So könnten sie noch mehr Unterschriften sammeln. Schurte sagt: «Da liegt einfach noch mehr drinnen. Als wir unter die Leute gingen, hat ungefähr jede zweite ange­fragte Person unterschrieben.» Nach der ersten Woche der Lancierung der Petition am 5. Oktober hatte die JL bereits über die Hälfte der jetzigen Unterschriften zusammen. Für die zweite Hälfte brauchten sie über einen Monat. Nun will die JL in den sozialen Medien die Petition verstärkt bewerben.

    Auch ein öffentlicher Austausch mit Petitionsgegnern konnte lediglich in Form von Leserbriefen stattfinden. Der Jugendrat plante zunächst, eine «Wahlarena» zum Wahlalter 16 durchzuführen. In dieser hätten zwei Befürworter der Freien Liste gegen zwei Gegner, einen Vertreter der Jugendunion und einen der Jungen FBP, debattiert. Auch dies wurde vorübergehend aufs Eis gelegt. Dabei blieb die öffentliche Diskussion verwehrt, die laut Schurte dem Anliegen geholfen hätte. 

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