Drei neue Gastgeber

«Matu», «Sücka» und «Kulm» neu verpachtet

In der Triesenberger Gastronomie wird es mehrere Wechsel geben. Zwei von drei Verträgen sind unterschrieben, der dritte soll heute folgen.
Julia Kaufmann
Julia Kaufmann
Hotel Kulm
Das Hotel «Kulm» ist einer von drei Triesenberger Gastronomiebetrieben, die einen neuen Pächter erhalten. (Bild: Daniel Schwendener)
Berggasthaus Matu Gaflei
Das Wirte-Paar Werner und Monika Schädler übernimmt das Berggasthaus Matu Gaflei. (Bild: Daniel Ospelt)
Sücka in Steg
Helga Walser wird neue Pächterin der Sücka – zumindest für ein Jahr. (Bild: Daniel Schwendener)

In der Triesenberger Gastro-Welt bahnt sich ein grosses Sesselrücken an: «Matu», «Sücka» und «Kulm» werden in Kürze neue Pächter bekommen. Das Wirtepaar Monika und Werner Schädler verlässt in rund zwei Wochen das Berggasthaus Sücka. Ab November werden sie im urchigen Bergrestaurant Matu anzutreffen sein. Der Triesenberger Gemeinderat hat am Dienstagabend ausserdem entschieden, wer die anderen beiden Restaurants übernehmen soll. Beim Hotel Restaurant Kulm steht fest, dass es neu in die Hände von Denise Pfatschbacher übergehen wird. Sie arbeitet seit gut sechs Jahren im «Kulm» und schätzt nach eigenem Bekunden die familiäre Atmosphäre. Die Übergabe sei  Ende November bis Anfang Dezember geplant – «vorausgesetzt, die Umbauarbeiten laufen wie geplant», sagt Pfatschbacher. Die Zimmer im Kulm wurden vor rund zwei Jahren renoviert, nun sind das Restaurant und die Küche an der Reihe. Wie Denise Pfatschbacher sagt, werde unter ihrer Leitung vieles so bleiben wie bisher, manches werde sich aber auch ändern. «Fest steht, dass wir eine gut- bürgerliche Küche zu familienfreundlichen Preisen anbieten werden.» 

Auch für die «Sücka» hat der Gemeinderat einen neuen Pächter gefunden. Allerdings ist der Name noch nicht öffentlich bekannt, da gemäss Gemeindevorsteher Christoph Beck heute Abend die letzten Vertragsverhandlungen wegen der Umbaumassnahmen stattfinden werden. Dem Nachfolger wünschen Werner und Monika Schädler jedoch schon jetzt viel Erfolg, zufriedene Gäste und dass er ebenso viel Freude auf der Alpe Sücka hat, wie sie es die vergangenen 13 Jahre hatten. Für das Ehepaar beginnt mit dem Berggasthaus Matu ein neues und vor allem ruhigeres Kapitel.  

«Der Betrieb ist zu einer Last geworden»
Die meisten Renovationsarbeiten im Restaurant Matu sind bereits abgeschlossen: Es hat neue Fenster und ein neues Dach erhalten. «Jetzt werden noch letzte kleine Arbeiten gemacht. Beispielsweise muss die Buffetabdeckung ausgewechselt werden», sagt Monika Schädler. Sobald die Reinigungsfirma ihren Dienst getan hat, wird der Schlüssel an das Wirtepaar übergeben. Im November soll die Eröffnungsfeier stattfinden. Allerdings sei noch nichts spruchreif und die Gäste sollten sich überraschen lassen, erklärt Schädler. 

Wir sind nicht mehr so belastbar wie früher.

Die Gründe, weshalb sich das Ehepaar nach vielen Jahren dazu entschieden hat, seine Zelte auf der Sücka abzubrechen, sind nachvollziehbar. «Wir sind nicht mehr so belastbar wie früher.» Der grosse Unterschied zur «Sücka» bestehe darin, dass das «Matu» mit dem Auto für alle zu erreichen sei und sie sich dort nicht mehr um Übernachtungsgäste kümmern müssen. «Auf der Sücka war die Koordination des Transports – sei dies von Gästen, Schlitten oder Getränken – immer eine grosse Herausforderung.» Allgemein seien es ein paar Schritte mehr gewesen, die im «Matu» künftig wegfallen. 

Auf dem neuen Balkon der Sonne entgegenblicken
Im März hat sich die Familie Schädler dazu entschieden, einen neuen Weg zu gehen. «Wenn nicht jetzt, wann dann?», sagt Monika Schädler. Ihr Mann Werner sei bereits in Pension, sie aber wolle noch ein paar Jahre arbeiten. Schliesslich ist die Gastronomie nicht nur ein Beruf, sondern auch die grosse Leidenschaft des Ehepaars Schädler. Dass Matu ihr neues Zuhause werden soll, war für sie schnell klar. «Uns hat es dort immer schon gut gefallen. Die Aussicht ist herrlich.» Quasi auf der anderen Seite der Sücka scheine zudem auch die Sonne viel länger. «Die Sücka liegt nach etwa 16 Uhr im Schatten. Ich freue mich schon darauf, auf unserem neuen Balkon die Abendsonne und den Ausblick zu geniessen.» 

Matu hat uns immer schon gefallen.

Die letzten zweieinhalb Wochen auf der Sücka wird das Wirtepaar so gut es geht noch auskosten. Dem Abschied blickt Monika Schädler schon jetzt mit Wehmut entgegen. Sie ist sich allerdings sicher, der Sücka auch in Zukunft den einen oder anderen Besuch abzustatten: «Wenn wir mit unserem Enkel schlitteln gehen, werden wir bestimmt auch im Berggasthaus ‹Hoi› sagen.» 

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