Nur wenige Querulanten

Maskenpflicht in Bussen: «Fahrer sehen nicht alles»

Bis auf einige Querulanten hält sich der Grossteil an die Maskenpflicht in FL-Bussen.
Elias Quaderer
Elias Quaderer
Schutzmasken
Fast alle Fahrgäste tragen mittlerweile eine Maske. (Bild: Daniel Schwendener)

Auf heute kündigte die Regierung weitere Corona-Schutzmassnahmen an, in deren Zentrum die Masken stehen werden. In Liechtensteiner Bussen muss bereits seit Anfang Juli eine Schutzmaske getragen werden.

Alexandra Stocker, Sprecherin von Liemobil, erklärt, dass  sich die Einführung des Obligatoriums zu Beginn noch harzig gestaltete: «Viele wussten nichts davon oder vergassen, eigene Masken mitzunehmen.» Für Abhilfe sorgte damals der Direktverkauf von Masken im 5er-Pack im Bus, von dem die ÖV-Nutzer auch rege Gebrauch machten. «Viele begannen ihren Maskenbedarf im Bus zu decken, die Busse sind fast zum Kiosk geworden», so Stocker. Zwischenzeitlich werden im Bus Masken nur noch im Notfall im Einzelpack an die Fahrgäste verkauft. Und mittlerweile haben sich auch die Fahrgäste an das Tragen der Masken gewohnt: «Der weitaus grösste Teil unserer Fahrgäste hält sich grundsätzlich an die Maskenpflicht.»

Polizeiliche Kontrolle nicht vorgesehen

Für die Überwachung der Maskenpflicht sind in erster Linie die Busfahrer zuständig. Aber Alexandra Stocker räumt ein, dass die Kontrolle nur bedingt funktioniert, seitdem die vorderste Bustür geschlossen bleibt: «Die Fahrer sehen im Rückspiegel natürlich nicht alles.» Daneben überprüfe zusätzlich das Personal der Ticketkontrolle, ob die Fahrgäste einen Mund-Nasenschutz tragen. Eine polizeiliche Kontrolle der Maskenpflicht im ÖV, wie sie bereits in Vorarlberg praktiziert wird, ist hierzulande dennoch kein Thema: «Aus Sicht der Landespolizei ist es Aufgabe der Busanstalt, für die Einhaltung der Maskenpflicht zu sorgen», erläutert Stocker. Ebenfalls wird derzeit von Geldbussen für Maskenverweigerer abgesehen. Personen ohne Mundschutz können jedoch aufgefordert werden, an der nächsten Haltestelle auszusteigen.

Bewusstsein für Personen mit medizinischem Attest

Trotz der jüngsten Zunahme an Coronafällen sieht die Liemobil keinen Bedarf für stärkere Kontrollen. Die Sprecherin der Busanstalt führt aus, dass bei vielen Fahrgästen das Bewusstsein fehlt, dass gewisse Personen aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen dürfen: «Man sieht jemanden ohne Maske und denkt sich gleich, dass hier schon wieder ein Maskenverweigerer sitzt. Aber es kann genauso gut eine Person sein, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen darf. Es ist eine Gratwanderung zwischen Maskenverweigerern und Personen mit medizinischem Attest.» Die Auseinandersetzungen mit Masken- verweigerern hielten sich gemäss Stocker bisher in Grenzen. Häufig seien es Personen, die früher bereits durch Provokationen gegenüber den Kontrolleuren aufgefallen seien: «Die Weigerung, eine Maske zu tragen, ist einfach ein weiterer Aspekt von ungebührlichem Verhalten im öffentlichen Verkehr», sagt Stocker.

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