• 04.05.2021 13:48

    Robert Allgäuer erhält 20000 Franken

    Der Stiftungsrat der Kulturstiftung Liechtenstein hat dem Fürstlichen Rat Robert Allgäuer mit Beschluss vom 19. April 2021 eine Anerkennungsgabe von 20‘000 Franken für seinen über Jahrzehnte geleisteten Einsatz für das kulturelle Leben in Liechtenstein verliehen.

    Der Präsident des Stiftungsrats der Kulturstiftung Liechtenstein, Roland Marxer, hat Robert Allgäuer diese Auszeichnung am 1. Mai 2021 bei einem persönlichen Treffen zur Kenntnis gebracht. Herr Allgäuer bedankte sich sehr dafür und äusserte seine Absicht, dass er die Anerkennungsgabe für kulturelle und karitative Zwecke einsetzen werde.

    Robert Allgäuer hat sich um die Kultur in Liechtenstein vielfältige und hervorragende Verdienste erworben, vor allem als Präsident des Kulturbeirats der liechtensteinischen Regierung  und durch seine verlegerische und publizistische sowie vermittelnde Tätigkeit zu liechtensteinischen Themen im Bereich der Kulturpolitik und Kultur. Herr Allgäuer war ausserdem Mitglied des Stiftungsrats des Liechtensteinischen Landesmuseums und des Stiftungsrats der Staatlichen Kunstsammlungen.

    Robert Allgäuer war an vorderster Front mit dabei, als Ende der Sechziger-, Anfang der Siebzigerjahre in Liechtenstein eine breitere Diskussion zum Selbstverständnis Liechtensteins  und zu dessen besserer Wahrnehmung im Inland und vor allem auch im Hinblick auf eine aktive Aussenpolitik begonnen wurde. So wies Robert Allgäuer im 1. Band von «Liechtenstein - Politische Schriften», welcher 1972 von der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft unter dem Titel «Fragen an Liechtenstein» herausgegeben wurde, in seinem Beitrag betreffend «Instrumente der liechtensteinischen Aussenpolitik» eindrücklich und für damalige Verhältnisse auch eher provokativ auf die Notwendigkeit einer staatlichen Kulturpolitik hin. Er stellte sich damit an die Seite von mehreren Autoren, die im genannten Band ihre Gedanken und Forderungen an die liechtensteinische Politik zum Ausdruck brachten.

    Dieses damals deutlicher sichtbar werdende Engagement für eine aktive, nach Innen und Aussen gerichtete Kulturpolitik stellte Robert Allgäuer über die vielen Jahre seines Einsatzes in den Bereichen der Kultur in herausragendem Masse unter Beweis.  (pd)

    Zur Person Robert Allgäuer

     *17.1.1937 in Eschen, Bürger von Eschen, wohnhaft früher in Vaduz, derzeit in Mauren.

    Gymnasium in Immensee (SZ) und Stans (NW), 1957 Matura,
    1959–60 Bibliothekspraktika in Bern und Biel (BE)

    1961–72 erster Leiter der Liechtensteinischen Landesbibliothek, an deren Aufbau er massgeblich beteiligt war, und des Liechtensteinischen Landesarchivs

    1973–84 Fürstlicher Kabinettsdirektor

    1965–96 Mitglied des Vorstands des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein (1985–94 Jahrbuchredaktor, 1996 Ehrenmitglied)

    1973–85 Mitglied des Stiftungsrats des Liechtensteinischen Landesmuseums

    1976–88 Mitglied des Stiftungsrats der Staatlichen Kunstsammlungen

    1985–94 Präsident des Kulturbeirats der liechtensteinischen Regierung

    1989 Gründer des Schalun Verlags, Vaduz

    Kirchlich-soziales Engagement als Sekretär des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (1965–74), Präsident der liechtensteinischen Fastenopferkommission (1971–86), Mitglied des Dekanatsseelsorgerats (1974–80) und des Arbeitskreises für Erwachsenenbildung (1979–98), Initiant von «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» (2001).

    1983 Grosskreuz mit Brillanten des fürstlich liechtensteinischen Verdienstordens,

    1984 Ernennung zum Fürstlichen Rat

    1993 Josef-Gabriel-von-Rheinberger-Preis

    1996 Kulturpreis der Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein.

    2021 Ehrenmitgliedschaft bei Visarte (Liechtenstein)

     

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