• 25.11.2020 22:07 | von Redaktion

    Der Residenz auf der Spur

    Im Alten Kino präsentierte der Verein für Vaduzer Heimatkunde gestern den dritten Band seines Heimatbuches.

    «Ohne Vergangenheit keine Gegenwart und auch keine Zukunft!» Mit diesen Worten begründete der Präsident vom Verein für Vaduzer Heimatkunde (VVH) gestern Abend seine  Motivation sowie auch die der Vereinskollegen, die Geschichte und den Lebensraum von Vaduz zu erforschen. Vaduz sei heute so wie es sei, weil viele Familien, Persönlichkeiten und Leute dazu beigetragen hätten, betonte Werner Ospelt. «Wir wollen mit diesen drei Bänden dazu beitragen, Vaduz noch besser und intensiver als ein Stück Heimat wahrzunehmen und zu erleben.»

    Ein Gesamtwerk von über 800 Seiten

    Die ursprünglich am 9. Novemeber geplante Buchpräsentation  musste, bedingt durch die Coronapandemie, abgesagt wer- den. Im kleinen Rahmen präsentierte der Verein für Vadu-zer Heimatkunde nun gestern Abend «Residenz», das dritte und letzte Werk des Vaduzer Heimatbuches. Bereits 2013 erschien der erste Band «Spurensuche», im Jahre 2016 folgte Band zwei, «Lebensraum».  Mit dem dritten Band hat der Verein nun ein Gesamtwerk von insgesamt 800 Seiten geschaffen. Wie der Vereinspräsident betont, ist das etwas, worauf sie alle sehr stolz seien. «Die Autoren und Autorinnen Klaus Biedermann, Herbert Hilbe, Veronika Marxer, Alois Ospelt, Barbara Ospelt-Geiger, Hubert Ospelt, Mathias Ospelt, Jürgen Schremser und Patrick Stahl haben in 13 verschiedenen Kapiteln ein eindrückliches und einmaliges Bild von Vaduz gezeichnet, das es bisher noch nicht gegeben hat.» Diese Werke seien ein Glücksfall für Vaduz, ist sich Bürgermeister Manfred Bischof sicher. Denn dadurch könne auch für die zukünftige Generation der Wandel der Zeit erkennbar und erlebbar gemacht werden.

    Fünf verschiedene Beiträge zu Tradition und Wandel

    Die anwesenden Autoren Klaus Biedermann, Mathias Ospelt und Hubert Ospelt-Haas lasen aus den Beiträgen des neuen Bandes vor. Insgesamt sind fünf verschiedene Beiträge zu Tradition und Wandel im liechtensteinischen Hauptort Vaduz zu finden. So thematisiert der erste Beitrag von Jürgen Schremser die historisch gewachsene Rolle von Vaduz als Sitz der Landesherrschaft sowie der staatlichen Gremien und Behörden. Einen Überblick zur Geschichte des kirchlichen Lebens in Vaduz gibt die zweite Abhandlung von Klaus Biedermann. Mathias Ospelt recherchierte über Geschichte der Gasthäuser seit dem 19. Jahrhundert, wobei ihn eine private Sammlung der Familie Michael Goop zu interessanten Hinweisen führte. Mit siedlungsbaulichen Entwicklungen beschäftigt sich der vierte Beitrag von Hubert Ospelt. Und mit einem Essay von Patrick Stahl schliesst der Band «Residenz». Mithilfe einer fiktiven Familie erzählt dieser von der Entstehung und dem Werdegang des Finanzplatzes in Vaduz. Das Herausgeben dieser Bücher betrachtete der Verein bei seiner Gründung 2008 als Ziel. Nach dem Abschluss dieses Projektes ge-be es in der Folge weitere Bereiche abzustecken, heisst es seitens des Vereins. Das Projekt «Oral History» ist bereits angelaufen, im Frühjahr soll die beginnende Publikationsreihe «Vaduzer Geschichten» ergänzend dazukommen. Der Verkauf von «Residenz» startet heute. Die Bücher sind sowohl in allen Liechtensteiner Buchhandlungen als auch im Landesmuseum erhältlich. (noe)

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Buchpräsentation in Vaduz
Hubert Ospelt-Haas (Autor), Vizebürgermeisterin Antje Moser, Werner Ospelt (Präsident Verein für ...
Foto: Daniel Schwendener