• 04.05.2021 13:00

    Praktikant per Haftbefehl gesucht

    Auf einem Liechtensteiner Bauernhof ereignete sich im März ein Fall von Tierquälerei. Einer Kuh wurde vor laufender Kamera ein Nagel in den Schädel geschlagen, das Video verbreitete sich im Netz. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

    Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall wegen Tierquälerei, wie der leitende Staatsanwalt Robert Wallner auf Anfrage gegenüber Radio L bestätigt. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Praktikant aus Brasilien zuerst mit einem Gewehr auf die Kuh geschossen und dem noch lebenden Tier dann einen Nagel in den Kopf geschlagen hat.

    Die Fahndung nach dem flüchtigen Mann mittels internationalem Haftbefehl war bisher erfolglos, wie Radio L weiter berichtet. Auch gegen den Landwirt, der den Bauernhof bewirtschaftet, wird ermittelt. Es geht dabei um den Verdacht auf strafbare Handlungen gegen das Tierschutzgesetz. 

    Der 23-jährige Praktikant wohnte dem Bauern zufolge bei ihm auf dem Hof und war vorher nie auffällig gewesen. Im August wäre er mit seinem Praktikum fertig gewesen, nach dem Vorfall war er unauffindbar. (red)

     

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