• 24.10.2020 06:00 | von Manuela Schädler

    Pächterin für Sücka gefunden

    Mit der Wirtin Helga Walser übernimmt im nächsten Winter keine Unbekannte das Berggasthaus mit Rodelbahn.

    Am 18. Oktober verabschiedete sich das Wirtepaar Monika und Werner Schädler nach 13 Jahren vom Berggasthaus Sücka. Bereits im vergangenen Frühjahr gaben sie bekannt, dass sie den Pachtvertrag nach der Sommersaison 2020 nicht mehr verlängern werden. Doch die Suche nach einer Nachfolge war schwierig. Anfang Oktober wurde dann bekannt, dass sich die Gemeinde Triesenberg und eine potenzielle Bewerberin nicht auf den Pachtvertrag einigen konnten. So war fraglich, ob das im Winter vor allem wegen der Rodelbahn beliebte Gasthaus auf der Alp Sücka im Dezember überhaupt öffnen kann. Jetzt konnte doch noch eine neue Interessentin gefunden und der Pachtvertrag unterzeichnet werden: Die Maurerin Helga Walser wird die neue Sückawirtin. 

    150 000 Franken für Sanierung gesprochen
    Da alles sehr kurzfristig ablaufen musste, wurde der Vertrag vorläufig für ein Jahr abgeschlossen – mit der Option, ihn einvernehmlich verlängern zu können. «Wir wollen, dass Leben in der Sücka ist», sagt Christoph Beck, Vorsteher von Triesenberg. Das Berggasthaus sei der Gemeinde wichtig und es werde auch weiterentwickelt. Mit Helga Walser sei nun eine Pächterin gefunden worden, die sich das Wirten unter den Bedingungen der Gemeinde vorstellen könne. Der Gemeinderat hat deshalb vergangenen Dienstag einen Nachtragskredit von 150 000 Franken für die wichtigsten Sanierungsarbeiten und Brandschutzmassnahmen gesprochen. 

    Fonduevarianten soll es weiterhin geben
    «Ich freue mich riesig auf die Zeit in der Sücka und besonders auf die Menschen dort», sagt Helga Walser, die in Triesenberg keine Unbekannte ist. Vor einiger Zeit führte sie das «Schwalbennest» in Malbun. «Die schönste Zeit habe ich am Bärg erlebt», sagt Walser, die seit 35 Jahren in der Gastronomie tätig ist. Die Freude ist bei der Maurerin deshalb gross, wieder nach Triesenberg zurückzukehren. «Ich liebe die Bärger, ihre Mentalität und ihren Dialekt.» Deshalb hat sie die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, als sie aus der Zeitung erfuhr, dass die Sücka geschlossen bleiben soll, und sich bei der Gemeinde gemeldet. 

    Der ehemalige Sückawirt Werner Schädler habe ihr daraufhin das Gasthaus gezeigt und sie sei sofort begeistert gewesen. Trotz der Vorfreude ist es auch eine Herausforderung, innerhalb so kurzer Zeit den Betrieb zu übernehmen. Denn Helga Walser plant die Eröffnung für den 4. Dezember – vorausgesetzt es läuft wie geplant. «Mir ist bewusst, dass dies nicht einfach wird. Auch wegen der Coronapandemie. Aber ich weiss, dass ich auf die Gemeinde sowie Freunde und Bekannte zählen kann», so die Wirtin, die Bewährtes weiterführen will. Die beliebten Fonduevarianten und Raclettes soll es deshalb weiterhin auf der Sücka geben. Doch auch ihre eigenen Spezialitäten wie das hausgemachte Cordon bleu werden auf der Speisekarte zu finden sein. Weiter verrät sie, dass in der Sommersaison einmal im Monat ein Frühschoppen mit Musik geplant ist.

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