• 23.04.2021 06:00 | von Julia Strauss

    Nachhaltig durch die Alpen reisen

    Die Chancen stehen für Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen gut, eines von 100 «Yoalin»-Tickets zu ergattern.

    Im Sommer nicht in die Ferne ans Meer blicken, sondern die Ferien in den heimischen Alpen verbringen – und das noch umweltfreundlich. Das Projekt «Yoalin» (Youth Alpine Inter­rail) ermöglicht das seit 2018 jungen Erwachsenen zwischen 18 und 27 Jahren. Sie können sich bis zum 7. Mai unter www.yoalin.org für eines von insgesamt 100 «Yoalin-Tickets» bewerben.

    Erfahrene Yoalins geben Tipps
    Karin Augsburger vom Cipra Jugendbeirat nahm 2018 selbst an dem Projekt teil. «Alle, die das Abenteuer in den Bergen, in abgelegenen Dörfern, aber auch in Alpenstädten erleben möchten, spricht der Yoalin-Pass an», versichert sie. Auch die Lust, andere junge Leute aus allen Alpenländern kennenzulernen, spricht für das alpine Ferienabenteuer.

    Momentan ist es durch die Coronasituation schwierig, weite Reisen zu machen, der Trend geht mehr in Richtung Regionalität und Nachhaltigkeit. So sieht Augsburger in der Pandemie auch eine Chance, unsere nähere Umgebung besser kennenzulernen und so Neues zu entdecken. «Die Alpen haben unglaublich viel zu bieten was Berge, Natur, Städte, Menschen und Kultur anbelangt», sagt sie begeistert. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem nicht motorisierten Verkehr zu Fuss oder mit dem Velo werde das Reisen viel nachhaltiger und «trägt so zum Klimaschutz bei». War die Bewerbung für ein Yoalin-Ticket erfolgreich, erhalten die zukünftigen «Yoalins» einen Bahn­gutschein im Wert von 200 Euro und werden zu einer virtuellen Eröffnungsveranstaltung am 14. Juni eingeladen. Dort können andere Teilnehmende kennengelernt, Ideen ausgetauscht und Kontakte geknüpft werden. Im Sinne der Gastfreundschaft geben manche der erfahrenen Yoalins Tipps für Städtetrips und Wanderrouten in den unterschiedlichen Regionen, die Gemeinschaft bietet zusätzlich hilfreiche Informationen und verrät ihre Lieblingsplätze. Die besten Fotos und Reisegeschichten werden ausserdem bei einem Wettbewerb prämiert. Karin Augsburger erinnert sich an ihr Yoalin-Abenteuer 2018: «Bei einem spontanen Gespräch mit einem Mitarbeiter der Seilbahnen Diavolezza im Oberengadin erzählte er mir über den klar beobachtbaren Rückgang des Morteratschgletschers, seinen Arbeitsort. Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis», blickt sie zurück.

    Noch kann man sich für ein Ticket bewerben
    Aus jetziger Perspektive sei es wunderschön zu sehen, dass aus dem Projekt eine richtige Community entstanden sei, die weiterhin in Kontakt stehe und sich unterstütze. Obwohl sich schon viele junge Leute aus allen Alpenländern für eines der 100 Tickets beworben haben, ist die Bewerbungsfrist noch bis zum 7. Mai offen. Karin Augsburger macht Mut: «Da bei der Vergabe der Tickets alle Alpenländer berücksichtigt werden, bestehen für die Bewerbenden aus Liechtenstein gute Chancen, ein Yoalin-Ticket für diesen Sommer zu ergattern. Yoalin wir von den Unterzeichnerstaaten der Alpenkonvention gefördert und vom Amt für Umwelt finanziell unterstützt.

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