• 17.10.2020 06:00 | von Patrik Schädler

    Malbun: In diesem Winter nur mit Maske

    Beim Anstehen und auf allen Liften in Malbun muss diese Wintersaison eine Schutzmaske oder ein «Schlauch» getragen werden.

    Liechtenstein Marketing hat gestern über die Corona-Schutzmassnahmen für die kommende Wintersaison in Malbun informiert. Wer in diesem Winter auf die Ski oder aufs Board will, muss einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) dabeihaben. Damit geht man etwas weiter, als das Schutzkonzept von «Seilbahnen Schweiz» vorsieht. Denn in der Schweiz gibt es für Skilifte und Sesselbahnen kein MNS-Obligatorium. Die Sicherheit der Gäste und Mitarbeitenden stehe an oberster Stelle, begründet Liechtenstein Marketing diesen Schritt. «Unser Ziel ist es, dass sich unsere Gäste mit diesen gemeinsam ausgearbeiteten Massnahmen in der kommenden Wintersaison gut aufgehoben fühlen», wird Matthias Kramer, Bereichsleiter Tourismus bei Liechtenstein Marketing, in der Mitteilung zitiert.

    Anstehbereiche werden neu organisiert
    Beim Anstehen an den Liften, im Kassabereich und auf dem Lift ist ein Mund-Nasen-Schutz für Personen ab 12 Jahren obligatorisch, beim Fahren auf der Piste selbstverständlich nicht. Zudem werden die Anstehbereiche so organisiert, dass eng zusammenstehende Personengruppen vermieden werden.
    Neben den normalen Hygienemasken sind aber auch sogenannte Halsschläuche zulässig. «Wer noch keinen hat, kann einen vom BAG zertifizierten Halsschlauch zum Saison­beginn bei der Kasse der Bergbahnen, im Malbun Center und im Liechtenstein Center erwerben», so Kramer. Auch die Schneesportschule Malbun hat ein Schutzkonzept ausgearbeitet. So wird unter anderem die Gruppengrösse beim Skiunterricht begrenzt.

    Saisonkartenvorverkauf erstmals online
    Die Coronakrise hat auch bei den Bergbahnen Malbun die Digitalisierung beschleunigt. So können ab dem 1. November  erstmals die Saisonkarten auch online erworben werden. Für alle Käufer gibt es zudem eine Absicherung. Sollten die Behörden alle Bahnbetriebe aufgrund Corona schliessen, dann gibt es eine Pro-rata-Rückvergütung in Form einer Gutschrift. Dies gilt neben den Saisonkarten auch für Tages- und Mehrtages­kar­ten. Durch diese Absicherung hoffen die Bergbahnen, dass der wichtige Saisonkartenvorverkauf in Liechtenstein trotz der herrschenden Unsicherheit gegenüber den Vorjahren nicht zu stark einbricht. Insgesamt rechnen die Bergbahnen mit einem Rückgang der Einnahmen von 30 Prozent, wie Verwaltungsratspräsident Heinz Vogt bereits vor einer Woche erklärte.

    Kapazitäten in den Restaurants eingeschränkt
    Doch nicht nur die Bergbahnen stehen vor Herausforderungen. Aufgrund der betriebseigenen Schutzkonzepte und den neuen Vorgaben der Regierung wer­den in den Restaurants weniger Kapazitäten zur Verfügung stehen. Zudem ist derzeit noch offen, ob die Hotels ihre Res­taurantbereiche für Tagesgäste öffnen werden, um eine Durch­mischung mit den Hotelgästen zu vermeiden. Damit könnte es, vor allem an den Wochenenden und in den Schulferien, zu grossen Engpässen kommen. Der neue Tourismusleiter bei Liechtenstein Marketing empfiehlt deshalb in der Pressemitteilung, diesen Winter «frühzeitig einen Tisch zu reservieren». Mit diesem Problem ist Malbun aber nicht allein. In Graubünden hat die Regierung diese Woche einen einmaligen Kantonsbeitrag von 294 000 Franken an den Branchenverband Gastro Graubünden geneh­migt. Unterstützt werden damit zwei digitale Tischreservationssysteme, welche die Identifikation der Gäste und die Platz­limitierung vereinfachen können.

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Coronavirus Bergbahnen
Im Coronawinter muss, nebst allen an­deren Unsicherheiten, mit sinkenden Einnahmen gerechnet werden.
Foto: LEANDRE DUGGAN