• 23.10.2020 06:00 | von Elias Quaderer

    Kein neuer Schul-Lockdown

    Trotz steigender Infektionszahlen hält das Ministerium für Bildung am Präsenzunterricht fest.

    Unter den 17 Neuinfektionen von Mittwoch befanden sich gemäss «Radio L» einige Schüler.  Dennoch ist nicht geplant, erneut eine systematische Testaktion an den öffentlichen Schulen durchzuführen, wie Johann Wucherer vom Ministerium für Bildung mitteilt.

    Im Fall eines positiv getesteten Schülers werde auf gleiche Weise verfahren wie bei jedem anderen positiven Fall: Der infizierte Schüler muss zu Hause bleiben. Das Amt für Gesundheit ermittelt, mit wem der Schüler in Kontakt stand, und bestimmt, ob weitere Personen in Quarantäne müssen.

    Dies kann dazu führen, dass einzelne Klassen geschlossen werden müssen. «Die Schüler in Quarantäne arbeiten im Fernunterricht an den Kompetenzzielen, damit möglichst niemand in der schulischen Laufbahn be­einträchtig wird», sagt Wucherer. Das Schulamt erhebt jeweils am Wochenende die aktuellen Zahlen. Nach Stand von Montag befinden sich zur Zeit 12 Lehrpersonen und 53 Schüler in Quarantäne.

    Schutzmassnahmen werden sehr gut befolgt
    Gemäss Wucherer werden die Schutzkonzepte der Schulen «sehr gut» eingehalten. Das Ministerium für Bildung, Inneres und Umwelt arbeite daran, die Kampagne «#Heben Sorg» auszubauen, um auf die Hygiene- und Distanzmassnahmen aufmerksam zu machen. Auf die Frage, ob weitere Schutzmassnahmen an den Schulen geplant seien, verweist Wucherer auf die Regierung und die zuständigen Amtstellen, die die Situation laufend analysieren. Es liege an ihnen, im Notfall entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

    Schulschliessungen mit allen Kräften vermeiden
    Aber trotz der steigenden Infektionszahlen sei mit allen Kräften zu vermeiden, dass die Schulen erneut geschlossen werden müssen: «Solche Massnahmen haben immense wirtschaftliche und soziale Konsequenzen, welche für die Gesellschaft schwer zu tragen sind.» Der Mitarbeiter im Ministerium für Bildung ist zuversichtlich, dass mit den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln verhindert werden kann, dass es zu einem weiteren Schul-Lockdown kommt. Durch Abstandhalten und nötigenfalls Maskentragen «sollte es grundsätzlich mög­lich sein, die Zahl der Ansteckungen wieder verringern zu können», so Johann Wucherer. Selbstverständlich sei es aber auch wichtig, dass die Schüler sich auch ausserhalb des Unterrichts an die Hygiene- und Abstandsregeln halten.

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