• 23.01.2021 11:00 | von Manuela Schädler

    Früher Förderung mehr Gewicht geben

    Die Gemeinde Mauren-Schaanwald setzt eine Arbeitsgruppe ein, damit das Angebot für Kleinkinder besser koordiniert wird.

    Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes besonders prägend. Doch nicht alle Kinder haben dieselbe Chance, in einem gesunden und fördernden Umfeld aufzuwachsen. Gerade für Kinder aus belasteten Familien entsteht oft ein Nachteil. Und hier setzt die sogenannte frühe Förderung an. Liechtenstein hat zwar zahlreiche staatliche wie auch zivilgesellschaftliche Angebote für Familien mit Kin­dern zwischen null und vier Jahren. Allerdings fehlt eine Koordination und Information der verschiedenen Angebote. Aus diesem Grund haben vergangenes Jahr Vertreter der Gemeinden, Fachpersonen und Vertreter von Institutionen an einem Vernetzungstreffen der Koordinations- und Beratungsstelle Frühe Förderung (KBBF) vom Eltern Kind Forum teilgenommen. Ziel der KBBF ist die Vernetzung und Koordination im Bereich der frühen Förderung, die Nutzung von Synergien und die Förderung des Austausches der verschiedenen Akteure. 

    Die Gemeinde Mauren als Vorreiterin
    Die Gemeinde Mauren-Schaanwald hat sich nun des Themas angenommen und setzt eine Arbeitsgruppe ein, die sich mit der frühen Förderung in der Gemeinde auseinandersetzen soll. «Mit dem Einsatz der Arbeitsgruppe können wir dem Thema Gewicht geben. Es ist ein grosser Schritt Richtung Chancengleichheit für alle Kinder in Liechtenstein», sagt Gemeinderätin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Mirjam Posch auf Anfrage. Sie hält dabei fest, dass es bei der frühen Förderung nicht darum geht, Kinder noch früher zu beschulen, «sondern es geht darum, dass sie in einem gesunden
    und fördernden Umfeld aufwachsen können.» Gerade Übergänge wie der Eintritt in den Kindergarten sei ein wichtiges und einschneidendes The­ma für Familien mit jungen Kindern. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure, die in der frühen Förderung tätig sind, sei deshalb zentral – wie auch der niederschwellige Austausch für die Eltern. 

    Alle betroffenen Personen einbinden
    Die Arbeitsgruppe soll die Ist-Situation erheben, Handlungsfelder festlegen und nötige Massnahmen dem Gemeinderat empfehlen. Es sei ein grosses Anliegen, alle in der Gemeinde tätigen Fachpersonen von Anfang an mit einzubeziehen. «Wir möchten allen Personen, die mit kleinen Kindern arbeiten, die Möglichkeit geben, ihre Anliegen einzubringen, sich auszutauschen und zu vernetzen», so Posch. Die betroffenen Personen wurden bereits über das Vorgehen informiert. Im Frühsommer ist ein erster Austausch zwischen den verschiedenen Fachpersonen und Akteuren geplant. 

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Cute little caucasian Girl enjoying Painting at the backyard with paper, water colour and art brush. Selective focus
Alle Kinder zwischen null und vier Jahren sollen die Möglichkeit haben, sich in einem gesunden ...
Foto: andreonegin