• 24.01.2021 06:00 | von Stephanie Fleisch

    Corona, du Spassbremse

    Die Spassbremse des Jahrhunderts heisst zweifelsohne Corona. Nichts hat uns in den vergangenen Monaten so oft die Stimmung verdorben wie dieses verdammte Virus. Urlaub in der Ferne: gestrichen. Advent: gestrichen. Weihnachten mit der Familie: gestrichen. Die grosse Silvestersause mit Freunden: ebenfalls gestrichen.

    Kein Wunder, geht den Fasnachtsfans der Clownshut hoch, wenn die fünfte Jahreszeit nun ebenfalls – und teilweise sogar schon zum zweiten Mal – abgesagt wird. Umzüge, Maskenbälle, Strassenfeste und Monsterkonzerte – alles, ja genau: gestrichen. Dass diese Fasnacht ohnehin nur eine kurze gewesen wäre, besänftigt nur wenig. 

    Wie soll in einer Fasnacht, die keine sein darf, überhaupt Stimmung aufkommen? 
    Die Fasnachtsgesellschaften geben ihr Bestes, um das irgendwie zu ermöglichen. Immerhin: Kreativität gehört zu ihren Stärken. So manche Alternative lässt sogar alte Traditionen wieder neu aufleben. 

    Wie so vieles in den vergangenen Monaten wird auch die Fasnacht teilweise in 
    die digitale Welt verlegt. Das Vaduzer Medienhaus plant übrigens eine zwölfstündige Sendung am Schmutzigen Donnerstag (11. Februar, ab 11.11 Uhr). Befriedigender Ersatz für das gemeinsame Feiern und Tanzen ist das freilich keiner. Und auch dem Alkohol frönt es sich in Gesellschaft besser. 

    Doch hat das auch etwas Gutes. Nun muss man sich nicht mehr zwischen verschiedenen zeitgleich stattfindenden Festen entscheiden, sondern kann an mehreren Onlineevents gleichzeitig teilnehmen. Dafür braucht man auch nur ein einziges
    Kostüm – wenn überhaupt. Dank kreativer Filter lässt sich da bestimmt digital etwas machen. Welch ein Spass … 


    Guata Sunntig. 

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