• 14.06.2020 20:21

    FCV überzeugt bei Generalprobe

    Vaduz bezwingt Luzern beim letzten von drei Testspielen mit 3:0. Schmid, Cicek und Prokopic erzielten die Tore.

    Der FC Vaduz hat am Samstagnachmittag sein letztes von drei Testspielen gegen den FC Luzern absolviert. Ein wichtiges Spiel für den FCV, bei dem es vor der Weiterführung der Meisterschaft am nächsten Freitag vor allem darum ging, sich wieder aufeinander einzuspielen und den Feinschliff zu holen.

    Die Vaduzer haben dann auch gleich so losgelegt, wie Mario Frick sich das erhofft hat. Die Spieler gingen voll zur Sache und waren bemüht, die Partie mit einer hohen Intensität zu führen. Weil der FC Luzern ähnlich engagiert anfing, entwickelte sich der Test schnell zum munteren und zugleich attraktiven Spiel. Schon nach fünf Minuten trat der FCV dann richtig gefährlich in Erscheinung. Gianni Antoniazzi erhielt einen Ball rund 25 Meter vom Tor entfernt und schloss mit viel Selbstvertrauen direkt per Volley ab. Sein strammer Schuss verfehlte das Ziel nur knapp, war aber bereits ein erstes Zeichen in Richtung FC Luzern. Aber auch die Gäste waren nicht untätig, denn nur drei Minuten nach der ersten guten FCV-Chance kam Santos auf der anderen Seite im Strafraum an den Ball und schoss in Richtung Benjamin Büchel, traf jedoch nur das Aussennetz. In der Folge schenkten sich die beiden Teams nichts. Es entwickelte sich ein munteres hin und her, wobei im Schluss­drittel auf beiden Seiten ein wenig die Präzision fehlte. Zwar kam sowohl der FCV als auch der FCL immer wieder zu Möglichkeiten, das erste Tor hing aber nicht wirklich in der Luft. Mit fortlaufender Dauer der ersten Halbzeit schlichen sich dann auf beiden Seiten immer mehr Ungenauigkeiten ein, sodass die Partie ein wenig träger wurde. Für ein Ausrufezeichen sorgte der FC Vaduz dann aber doch noch. Als man bereits das Gefühl hatte, dass Schiri Tschudi die Mannschaften in die Pause schicken wird, bekam der FCV noch einen Freistoss aus halbrechter Position. Tunahan Cicek brachte den Ball zur Mitte, wo der mit aufgerückte Innenverteidiger Yannick Schmid am langen Pfosten an den Ball kam und diesen über die Linie stocherte. Quasi mit dem Pausenpfiff stand es dann also 1:0 für den FC Vaduz, der sich über eine solide erste Halbzeit freu­en konnte.

    Vaduz legt eine Schippe drauf

    Im zweiten Durchgang war dann aber nichts davon zu spüren, dass der FCV sich mit der soliden ersten Halbzeit zufriedengab. Im Gegenteil, das Team von Mario Frick legte noch einmal eine Schippe drauf und fand spielerisch teilweise bessere Lösungen als noch in der ersten Halbzeit. Trotzdem dauerte es eine Weile, bis Vaduz ganz tief in die Trickkiste griff. Nach einem Abschlag von FCL-Goalie Müller eroberte Gasser den Ball und der FCV schaltete ganz schnell um. Der eingewechselte Boris Prokopic steckte mit einem Traumpass auf Tunahan Cicek durch, der auf einmal allein auf Müller zulief und diesen mit einem Lupfer überlistete. Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch, der auch FCV-Trainer Mario Frick imponierte. «Das haben wir wirklich gut gespielt. Es ist schön zu sehen, dass wir gegen einen Super-League-Verein solche Spielzüge zeigen. Aber gegen Winterthur wird das Spiel ganz anders sein. Ich glaube kaum, dass wir dort so viel Platz haben werden, weil sie tiefer stehen werden», so Frick. Auch Torschütze Tunahan Cicek fand gefallen an seinem Treffer. «Das Tor hat sich schön angefühlt. Wir haben uns gut auf die Partie vorbereitet und freuen uns jetzt schon auf die Meisterschaft. Man spürt, dass wir als Mannschaft Spass haben», sagte er. Nach dem 2:0 wurde die Partie ein wenig ruhiger. Der FCV hatte das Geschehen völlig unter Kontrolle und liess kaum mehr gute Chancen zu. Rund acht Minuten vor Schluss sorgte der FCV dann für die Vorentscheidung. Nach einem weiteren seitlichen Freistoss von Tunahan Cicek setzte sich Boris Prokopic in der Mitte durch und traf mit einem wuchtigen Kopfball zum 3:0, was gleichzeitig auch das Schluss­resultat war. «Ich habe heute viele gute Sachen gesehen, aber auch Dinge, die wir noch verbessern müssen», sagte Frick nach dem Spiel. Nicht gefallen haben ihm vor allem jene Aktionen, bei denen Goalie Benjamin Büchel ret­tend eingreifen musste. Nichtsdestotrotz sind sowohl Frick als auch seine Spieler guter Dinge für den Meisterschaftsstart am Freitag gegen Winterthur. An Motivation mangelt es jedenfalls nicht, denn der FCV hat eine optimale Ausgangs­lage, um die Barrageplätze zu erreichen. (sb)

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